Im dritten Quartal konnte Intel einen Gewinnzuwachs von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und erreicht damit einen Überschuss von zwei Milliarden US-Dollar. Der Umsatz blieb dagegen mit einem Plus von einem Prozent auf gleichem Niveau und belief sich auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Positiv entwickelte sich vor allem der Absatz in Europa und Asien.
Im Notebook-Geschäft sieht das Unternehmen derzeit die meisten Chancen. So bezifferte Hannes Schwaderer, Chef von Intel Deutschland, das Wachstum allein in hier im zweistelligen Bereich und erklärt, dass besonders Notebooks mit großen Bildschirm und entsprechend starker CPU sehr populär gewesen sind. Der Umsatz mit den Atom-Prozessoren macht hingegen rund 200 Millionen US-Dollar aus und ist derzeit noch vergleichsweise gering. Hier soll in den kommenden Monaten mit steigender Zahl an Netbook-Angeboten jedoch noch deutlich zugelegt werden. Weitere Zuwächse erhofft sich Intel in der Automobil-und Maschinenbau-Industrie mit Chips für eingebettete Systeme.
Gleichzeitig hat Intel sein Geschäft ausgebaut und das US-amerikansiche Unternehmen NetEffect für rund acht Millionen US-Dollar übernommen. NetEffect entwickelt Netzwerk-Technologie für Server und Rechner-Cluster und soll das Geschäft von Intel entsprechend ergänzen.
Für das vierte Quartal rechnet Intel weiterhin mit Umsätzen auf gleichbleibenden Niveau und konstanter Brutto-Marge von 59 Prozent. Dennoch räumt das Unternehmen ein, dass man die Auswirkungen der Finanzkrise derzeit noch nicht abschließend beurteilen könne und man sich deshalb auf Überraschungen mit sinkender Nachfrage gefasst machen müsse. Man erwartet allerdings, dass neuen Produkte wie der in Bälde erwartete Nehalem-Prozessor Core i7 für einen entsprechenden Schub sorgen, um auch im kommenden Jahr weiterhin stabile Ergebnisse zu erzielen.
[rl]