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Intel korrigiert Umsatzprognosen - die Festplattenkrise ist schuld

Wirtschaft | 12.12.2011, 19:32
Als zu Beginn der Festplattenkrise, bedingt durch das Hochwasser in Thailand, bereits einige Hersteller und Analysten Besorgnis zeigten, durfte man unter anderem aus dem Hause Intel hören, dass man großes Vertrauen in die Versorgungskette habe. Nun hat Intel seine Umsatzprognose um rund eine Milliarde US-Dollar gesenkt. Schuld daran sei die Festplattenkrise.

Durch die fehlenden Festplatten im Markt würden weniger Computer gebaut und verkauft werden, dem geschuldet ist damit auch die Nachfrage nach Prozessoren. Darum senkt Intel nun seine Prognosen für das laufende, vierte Jahresquartal von erwarteten 14,7 Milliarden US-Dollar auf 13,7 Milliarden US-Dollar. Intel nimmt an, dass sich die Lage im ersten Halbjahr 2012 entspannen wird. Das sehen Prognosen von Analysten jedoch teils anders.

Stimmten anfängliche Prognosen zu, dass schon im ersten Quartal 2012 eine Entspannung der Situation eintreten könnte, widersprach Seagate dem bereits Ende letzten Monates und gab an, dass die Krise sich bis Ende 2012 auswirken könnte. Dies sehen aktuell dann wohl auch die Marktforscher von IDC recht ähnlich.

Die Thailand-Flut hat diverse Werke von Festplattenherstellern und deren Zulieferern im Oktober 2011 hart getroffen. Beispielsweise Fabriken von Western Digital standen komplett unter Wasser. Die Hersteller haben zwar versucht den Marktbedarf durch Erhöhung der Fertigung in anderen, nicht betroffenen Werken zu kompensieren, doch das alleine sorgte nicht dazu, dass die "Versorgungskette" hinreichend stabilisiert wurde. Insbesondere schwer betroffene Zulieferer wie beispielsweise Nidec – Hersteller von fast 80 Prozent der am Markt eingesetzten Festplattenmotoren – tragen zur aktuellen Situation bei. Nidec hat inzwischen vermeldet, die Produktion wieder aufgenommen zu haben. Wie stark die Schäden in den betroffenen Werken tatsächlich sind, ist unklar. Die Wiederherstellungsarbeiten an Gebäuden und Fertigungsanlagen dürfte zudem Unsummen an Geldern erfordern.
[pg]






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