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Acer erwartet wieder stärkeres Marktwachstum für Intel-Windows-Systeme

Wirtschaft | 18.12.2011, 07:28
Auch in Zukunft erwartet Acer-Chef Wang eine Marktdominanz von Apple, Google und Intel mit Windows ("Wintel"). Wie die Digitimes beschreibt, gehe man aber davon aus, dass besonders die Nachfrage nach Apple in den kommenden zwei Jahren wieder deutlich abflacht. Stattdessen setzt das Unternehmen mit fallenden Ultra-Book-Preisen auf wieder höhere Umsätze mit Wintel.

Wang erwartet auch für Google in Zukunft keine weiter wachsenden Anteile im PC-Markt. Der Suchmaschinen-Spezialist habe seine Position vor allem durch sein Smartphone-Betriebssystem Android ausbauen können, um damit die Nutzerbasis für die eigenen Services wie die Google-Suche oder sowie den Kalender, E-Mail-Service usw. zu erweitern.

Zuletzt äußerte sich Wang laut Digitimes auch zum Festplatten-Geschäft, das durch die Flut in Thailand stark unter Druck geraten war. Die Erholung sei besser ausgefallen als zunächst erwartet, sodass man schon für das erste Quartal eine deutliche Entspannung bei den Engpässen erwarte.

PCs in Zukunft nur noch als Arbeitsgerät?


Insgesamt lassen sich die Prognosen von Wang allerdings hinterfragen. Einige Aussichten dürften hier klar durch eigene Interessen geleitet sein, wenn man bedenkt, das Acer praktisch ausschließlich auf dem PC-Markt tätig ist. Ein weiteres Wachstum von Apple in der bisherigen Geschwindigkeit könnte damit zu einer deutlich Bedrohung werden. Dennoch geht aus den Informationen der Digitimes nicht klar hervor, auf welchen Markt sich Wang nun konkret bezieht. Google spielt seine Position vor allem im Smartphone-Geschäft aus, während Android im PC-Geschäft bisher einen Nischenplatz auf Netbooks und Tablet-PCs einnimmt.

Insgesamt dürfte der PC-Markt allgemein in Zukunft eher stagnieren. Während die Nachfrage in den Industrie-Länder bereits zu einem Großteil gedeckt ist, lässt sich bereits erkennen, dass Schwellen- und Entwicklungsländer die Stufe des PC als Endgerät für Konsumenten eher überspringen. Dies ist natürlich Großteils auch Infrastruktur-bedingt.

Mit der Spezialisierung der Endgeräte kann man vermuten, dass der llassische PC als Multimedia-System eher an Bedeutung verliert. Seine Flexibilität dürfte insbesondere als Arbeitsgerät zur Produktion von Inhalten alle Art von Bedeutung sein, während normale Consumer zum Konsumieren von Inhalten verstärkt auf weniger komplexe Systeme mit starkem Anwendungsfokus ausweichen.

[rl]






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