Die Advanced Micro Devices konnten im dritten Quartal nach langer Trockenzeit wieder einen operativen Gewinn von 131 Millionen US-Dollar einstreichen gegenüber 181 Millionen Dollar Verlust im Vorjahr. Den Nettoverlust konnte AMD im Gegensatz zum Vorjahr deutlich von 396 auf 69 Millionen US-Dollar reduzieren, während der Umsatz um 14 Prozent auf 1,78 Milliarden US-Dollar anstieg. Damit folgt AMD seinem großen Konkurrenten Intel, der am Dienstag ebenfalls überraschend positive Zahlen vorgelegt hatte.
Positiv wirkte sich die Nachricht auf die Aktie von AMD aus, die in den letzten Monaten regelmäßig abgestraft wurde und nach Bekanntgabe der Zahlen über 10 Prozent ins Plus rutschte. Insgesamt notiert das Wertpapier jedoch immer noch 90 Prozent unter seinem letzten höchststand von Anfang 2006. Gemeinsam mit der
Asset-Smart-Strategie, die das Unternehmen gemeinsam mit arabischen Investor ATIC durchführt, dürfte es dem Prozessorspezialisten durchaus gelingen, seine Ergebnisse in Zukunft weiter zu verbessern.
Optimistisch stimmt zudem die Bruttomarge, die AMD von 41 Prozent auf 51 Prozent verbesserte. Intel erreicht derzeit 59 Prozent, die aber auch durch die schlichte Größe des Unternehmens für AMD mittelfristig nur schwer erreichbar sein dürften. Im Kern gibt die Zahl Auskunft darüber, wie viel ein Unternehmen nach Abzug der Herstellungskosten verdient. Es lassen sich daher Schlüsse ziehen, wie effizient die Produktion ist. Zudem bleibt bei einer höheren Marge mehr Geld für Investitionen in Forschung und Entwicklung übrig.
In den einzelnen Geschäftsbereichen konnten Computing Solutions um 26 Prozent auf 1,39 Milliarden US-Dollar zulegen. Weiterhin konnte AMD 50 Prozent mehr Quad-Core-Prozessoren als im Quartal des Vorjahres verkaufen. Positiv entwickelten sich die Umsätze mit Notebook-Prozessoren wie dem Turion X2 sowie im Desktop-Bereich. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Desktop-Prozessoren blieben jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau.
Im Grafikbereich erreichte AMD im dritten Quartal einen Umsatz von 385 Millionen US-Dollar und damit einen Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu trug vor allem die erfolgreiche HD4000-Serie bei, mit der AMD derzeit den kompletten Markt vom Einsteiger bis zum Profi erfolgreich abdeckt.
[rl]