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Google straft sich für gekaufte Links selber ab

Internet | 04.01.2012, 10:51
Der Suchmaschinen-Spezialist Google hat in der Vergangenheit stets Anbieter bestraft, welche durch gekaufte Links ihre Position in der Suchmaschine verbessern wollten. Nun musste sich der Internet-Riese selber bestrafen, da eine Werbekampagne gegen die eigenen Webmaster-Richtlinien verstößt.

Über das Unternehmen Essence Digital hatte Google eine Werbekampagne für den eigene Webbrowser Chrome gestartet, welche für Abrufe eines entsprechenden Videos sorgen sollten. Dafür wurden wiederum Blogger bezahlt, welche das Video auf den eigene Seiten eingebettet haben. Einer dieser Einträge war jedoch mit einem Link zur Chrome-Seite versehen, welcher ohne das Notfollow-Attribut gesetzt wurde. Dies verstößt gegen Googles eigene Webmaster-Richtlinien.

Das Resultat ist, dass das Webspam-Team von Google die Seite von Chrome mit einer Strafe versehen, wodurch die Homepage nicht mehr auf den ersten Platz bei der Suchanfrage landet, sondern erst auf den nachfolgenden Seiten der Suchergebnisse zu finden ist. Diese Strafe dauert die nächsten 60 Tage an.

Glück für Google ist allerdings, dass man noch selber Werbung schalten kann. Wer aktuell auf der deutschen Google-Seite nach Chrome oder Google Chrome sucht, der bekommt als erstes Ergebnis zumindest die Anzeige, welche ebenfalls auf die Seite von Google Chrome verweist.

Bild: Google straft sich für gekaufte Links selber ab

Unterdessen betont das Unternehmen Essence Digital in einer Stellungnahme, dass Google selber nie die bezahlten Blogeinträge genehmigt hatte, sondern lediglich die Videoanzeigen. Vermutlich hatte man im Hause Google allerdings versäumt, die Umsetzung der Kampagne entsprechend zu prüfen. Die Kontrolle wurde allerdings auch erschwert, da Essense Media wiederum Unruly Media mit dem Kauf der Blogeinträge beauftragt hatte.
[dk]







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