Die Zahl ausgelieferter Computer ist auch im dritten Quartal 2008 deutlich gestiegen und erreichte nach
Zählungen des Marktforschungsunternehmens Gartner insgesamt 80,6 Millionen verkaufte PCs. Damit wurden dieses Jahr 15 Prozent mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahr. Gewandelt hat sich jedoch die Nachfrage nach der Art der Computer: So maß das Unternehmen in den USA verstärkten Bedarf an PCs unterhalb von 500 US-Dollar, was besonders den neuen Billig-Computern wie Netbooks und Nettops zugute kommt.
Während in den USA die Stückzahlen um lediglich 4,6 Prozent zunahmen, konnte Europa zweistellig wachsen und nahm 26 Prozent mehr Computer ab als 2007. Auch hier wirbelten die Mini-Notebooks das Geschäft mächtig durcheinander. So rutschte Hewlett-Packard mit einem Marktanteil von 18,7 Prozent auf den zweiten Platz und musste Acer vorbei ziehen lassen. Der taiwanische Computerhersteller konnte durch das Acer Aspire One um 60 Prozent zulegen und decken nun 20,6 Prozent des Marktes ab. Wachstumsstark zeigte sich auch ASUS, die mit dem Eee PC den Grundstein für das Netbook gelegt haben, und mit einem Absatzzuwachs von 180 Prozent derzeit mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent auf Rang 4 rangieren.
Im weltweiten Vergleich kann HP seinen Platz an der Poleposition (14,8 Mio. Rechner) verteidigen, gefolgt von Dell (11 Mio.) auf Platz 2 und Acer (10 Mio.) auf Rang 3. Neben den Treppchen tummeln sich Lenovo auf dem vierten Platz und Toshiba auf Platz fünf.
[rl]