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Aktienverkäufe von AMDs Direktor Claflin beunruhigen Börsianer und lassen Spielraum für Gerüchte

Wirtschaft | 14.01.2012, 20:50
Der von der Börse frequentierte Nachrichtendienst Newswire vermeldet unter Bezugnahme auf ein SEC Filings, dass der AMD Mitarbeiter Bruce L. Claflin insgesamt 3447 AMD-Aktien verkauft habe. SEC steht für die Securities and Exchange Commission der USA. Öffentliche Firmen, gewisse Insider und Börsenmakler sind derseits aufgefordert SEC filings zu erstellen – eine Berichterstattung, die in manchen Fällen eben eingesehen werden können.

Dabei war offenbar auffällig und interessant, dass Mr. Claflin, welcher als Director bei Advanced Micro Devices geführt wird, insgesamt 3447 Aktien verkauft habe. Der Bericht von Newswire klärt darüber hinaus auf, dass der AMD-Mitarbeiter in den vergangenen 12 Monaten weder Aktien gekauft, noch verkauft habe. Gleichzeitig setzt man sich mit dem Kauf-/Verkauf-Verhalten hinsichtlich Aktien auseinander und vermeldet, dass in den letzten 12 Monaten 455.031 Aktien von "Insidern" verkauft worden seien, allerdings nur 12.000 Stück an Aktien von "Insidern" erworben wurden.

Auf Grund dieser Meldung gab es erste wilde Spekulationen in der Gerüchteküche, dass Mr. Claflin etwas "wissen könnte", was ihn zu diesem Schritt bewog. Dabei wurde komplett außer Acht gelassen, dass der Mitarbeiter möglicherweise nur Kapitalreserven für private Dinge benötigt haben könnte. Ebensowenig wurde bei der Betrachtung des "Insider-Verhaltens", was durchaus auf AMD-Mitarbeiter abzielt, berücksichtigt, dass AMD in den vergangenen 12 Monaten nicht wenige Mitarbeiter – darunter auch leitende Personen entlassen hat. Viele jener dürften / könnten sich von ihren Aktien getrennt haben, in manchen Fällen wissen wir dies sogar genau.

Was letzten Endes bleibt, ist Spekulation. Fakt ist aber, dass die Börse abermals leicht auf diese Information reagiert hatte. Hatte die AMD-Aktie sich in den Tagen zuvor leicht erholt und konnte einmal wieder auf knapp über 5,80 US-Dollar klettern, gab sie nach der Meldung nach und fiel auf 5,66 US-Dollar.
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Stichworte zur Meldung: Amd Mitarbeiter Aktienverkäufe
 
3 Kommentare

Aktienverkäufe von AMDs Direktor Claflin beunruhigen Börsianer .....

Gast
(vom 15.01.2012 um 11:09)

Immer wieder niedlich zu beobachten wie manche meinen, speziell wenn es um AMD geht, das Gras wachsen hören zu können.

Vier Tage konnte der AMD-Kurs, die von Nvidia und Intel, "outperformen". Und wäre am Freitag nicht die S&P-Herabstufungs-Klamotte dazwischengekommen, wäre es am fünften Tag sicher ähnlich gegangen. Grund für die relativ gute Kursentwicklung war das Ausbleiben einer von der Mehrzahl der Marktbeobachter schon seit Mitte Dezember erwarteten Gewinnwarnung bei AMD, weil eben der große blaue Riese gewarnt hatte.

Wenn Claflin nun verkauft, vorausgesetzt es gibt keine terminlichen Gründe dafür, dann spiegelt es mutmaßlich seine eigene Einschätzung zur Markt- und Kursentwicklung der nächsten Tage wieder und meint wohl einen günstigen Moment gewählt zu haben.

Abhängig was Intel am Donnerstag in seiner Prognose zu Q1/12 sagt, wird es vermutlich deutlich in die eine oder andere Richtung gehen.
Ist der Ausblick eher freundlich und AMDs Zahlen sind am 24.1. wie erwartet zumindest mittelprächtig bis vielleicht sogar sehr gut, dann hat sich Claflin geirrt und hätte besser noch warten sollen. Aber von Spekulationen lebt ja bekanntlich die Börse.

Ansonsten sind knapp 3500 Shares doch nun wirklich ein Furz im Wind und können nicht ernsthaft als Anzeiger verwendet werden.Möglicherweise hat Claflin auch gerade einen rosernen Brief bekommen? Klärt sich in den nächsten Tagen dann vielleicht auf.

Catweazle

Re: [News]Aktienverkäufe von AMDs Direktor Claflin beunruhigen Börsianer und lassen Spielraum für Ge

Hübie
(vom 15.01.2012 um 11:40)

Warum fragen die Pressestellen nicht einfach nach den Grund bei Mr. Calflin?  :l Wenn er keine Stellungnahme abgibt kann man immer noch spekulieren und sich sicher sein das nicht private Liquidität erforderlich war ;)

LG Hübie

Re: [News]Aktienverkäufe von AMDs Direktor Claflin beunruhigen Börsianer und lassen Spielraum für Ge

Gast
(vom 29.04.2012 um 19:10)
Rückblick und Vorschau

Mehr als 3 Monate später kann man sagen, welche Gründe auch immer ausschlaggebend für den Verkauf des kleinen Posten vorlagen. Claflin hat rund 40% Kursanstieg verpasst und es gab bei den beiden Quartalsergebnissen relativ gute operativen Entwicklungen zu vermelden.

Demnächst eine weitere Probe, was Rückschlüsse auf Insider-Verkäufe wert sind oder sein können.
Nvidias CEO Huang hatte Anfang April Aktien im Gesamtwert von 8,9$ Mio. verkauft. Also eine ganz andere Größenordnung als diese ca. 20.000 Dollar von Claflin.

http://seekingalpha.com/article/486231-analyzing-last-week-s-noteworthy-insider-trades-in-tech

Ich schätze, das man da nicht allzu viel hineininterpretieren sollte. Aber mal sehen, die Nvidia-Zahlen gibts am 11 Mai.