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Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

Prozessoren | 22.01.2012, 18:06
Während Intel weiterhin mit großer Nachfrage für "Sandy Bridge"-Prozessoren konfrontiert wird, schwindet die Nachfrage nach Intels Atom auf ein Allzeit-Tief. Seit dem zweiten Quartal 2011 sinkt der Verkauf kontinuierlich und hat im vierten Quartal 2011 jetzt seinen niedrigsten Stand seit der Einführung im Jahr 2008 erreicht.

Die "Intel Atom"-Prozessoren wurden für die Benutzung in Netbooks und anderen mobilen Geräten entwickelt. Ihr geringer Preis, die niedrige Leistungsaufnahme und damit einhergehende geringe Wärmeabgabe machte sie ideal für klein dimensionierte Gerätschaften, die ihre Energie aus einem Akku beziehen. Aber die Netbook-Ära scheint zu Ende zu gehen, was sich unmittelbar auf die Absatzzahlen auszuwirken scheint. Startete Intel hier im Jahr 2008 mit 200 Millionen US-Dollar Umsatz, erreichte man ein Allzeithoch im vierten Quartal 2009 mit 438 Millionen US-Dollar. Seit dem zweiten Quartal 2010 mit 413 Millionen, fielen die Verkaufszahlen stetig, im vierten Quartal 2011 bis auf 167 Millionen.

Die geringen Verkaufszahlen lassen sich auf Verbesserungen und gestiegene Nachfrage bei Tablet-Computern und Smartphones, Preissenkungen und verstärktem Werbeeinsatz zurückführen. Die Abgabe von Netbooks, für welche Intels Atom-Prozessoren größtenteils gedacht waren, wird durch diese Konkurrenz stark in Bedrängnis gebracht. Hier verspricht sich Intel sicherlich Besserung durch seine strategische Allianz mit Motorola und den geplanten, gemeinsamen mobilen Geräten mit Android Betriebssystem.

In den nächsten Jahren will Intel versuchen, mit neuen Revisionen die "Atom"-Familie wieder im Markt zu positionieren. Dabei sind momentan drei größere Updates im Plan: "Saltwell" im 32-Nanometer-Verfahren, "Silvermont" in 22 nm und mit neuen Tri-Gate-Transistoren und "Airmont" in 14-nm-Fertigung. All diese Angaben sind momentan noch als Gerüchte anzusehen, geben aber bereits einen Eindruck von den Plänen Intels für zukünftige "Atom"-CPUs.
Autor: Jan
[pg]







Stichworte zur Meldung: Absatz Netbook Atom Intel
 
7 Kommentare

Re: [News] Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

garfield36
(vom 23.01.2012 um 14:55)

Ich denke die angeführten Begründungen sind nicht die ganze Wahrheit. Im Netbook-Bereich hat AMD nach meiner Ansicht einfach das bessere Angebot. Hier würde ich einen E-350 oder E-450 einem Intel Atom jederzeit den Vorzug geben.

Re: [News] Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

Nova
(vom 23.01.2012 um 14:59)

Naja, das ist wohl teilweise auch persönliche Meinung. Ich selbst bin eher Freund der großen Stand-Computer, von daher sind mir AMD E-??? und Intel Atom egal. ;)

Re: [News] Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

garfield36
(vom 23.01.2012 um 16:20)

Es geht hier aber nicht um Desktop-Rechner oder Workstations.

Re: [News] Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

Nova
(vom 23.01.2012 um 16:24)

Ja, das weiß ich. o_O
Ich wollte damit nur aussagen, dass ich selbst keine Meinung dazu habe, ob im Netbook-Segment nun AMD oder Intel zu bevorzugen ist, da ich diese Geräte eben nicht nutze.

Re: [News] Intels Atom-Prozessoren mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen

Peter
(vom 23.01.2012 um 16:35)

Ich denke was Garfield noch mit als Grund für die rückläufigen Zahlen sieht, ist das nun vorhandene Angebot der AMD-Modelle, welche es erlauben, preisgünstige Notebooks herzustellen und das sich dann ebenfalls wieder auf eine sinkende Nachfrage nach Netbooks auswirkt.