Das Geschäft mit Hauptspeicher liegt praktisch auf dem Rücken. RAM-Module verfallen seit Jahren im Preis und sind selbst von Enthusiasten-Firmen wie beispielsweise Corsair oder G.Skill zu günstigen Konditionen erhältlich. Das hat auch Anbieter wie OCZ dazu veranlasst sich aus diesem Geschäftszweig zu verabschieden. Alle möglichen Maßnahmen der Top-5-Hersteller haben in den vergangenen Jahren nicht gefruchtet – selbst künstliche Verknappungen durch Absenken der Produktionsmengen zeigten sich als kein wirklich erfolgreiches Mittel. Nun ist die Rede davon, dass drei der Top-5-Produzenten eine mögliche "Fusion" überdenken.
Die Rede ist dabei laut
Reuters von Elpidia, Micron und Nanya, welche die Plätze 3 bis 5 der Top-Hersteller belegen und sich damit gemeinsam gegen die starke Konkurrenz von Samsung und Hynix wappnen wollen.
Der japanische Konzern Elpida steht aktuell in den roten Zahlen. Die Berichterstattung kommentierte man mit den Worten, dass man sich zu Gerüchten nicht äußere, allerdings auch, dass einige Aussagen der Berichterstattung der japanischen Zeitung Yomiuri nicht korrekt seien. Damit wurde gleichzeitig impliziert, dass andere Teile wiederum wohl Tatsachen entsprechen.
Auch die aktuelle Situation bei Micron und Nanya kann nicht als rosig bezeichnet werden. Aber die beiden Unternehmen hatten schon 2008 eine strategische Partnerschaft geschlossen. Möglicherweise geht es um eine Ausweitung dieser unter Einbeziehung des japanischen Konzern Elpida. Eine etwaige Fusion, wie von Yomiuri angesprochen, dürfte sich allerdings nicht ohne weiteres umsetzen lassen, da es sich hier immerhin um drei Frimen, in drei unterschiedlichen Ländern handelt. Aktuell – so die Beobachter – sollte es jedem der drei Unternehmen möglich sein, aus eigener Kraft die finanziellen Probleme zu meistern. Letzten Endes bleibt aber die Frage, wie die Unternehmen die nächsten Quartale und auch Jahre überstehen wollen.
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