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Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

Sonstiges | 07.02.2012, 23:57
Wenn Online-Sucht nicht als Problem angesehen wird, dann kann das schlimme Folgen haben. Im Falle eines taiwanischen, 23 Jahre alten Mannes führte es sogar soweit, dass sein Tod in der Öffentlichkeit zunächst unbemerkt blieb.

Der Mann war Stammkunde in einem Internet-Cafe in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan. Dort hatte er, wie so oft, für einige Zeit einen Platz gemietet und sich mit dem Online-Rollenspiel Word of Warcraft befasst. Nach rund zehn Stunden verstarb der Mann, wobei sei Kopf nur leicht nach vorne sackte, der restliche Körper allerdings in der gewohnten Haltung mit angewinkelten Armen verblieb.

Daher beachteten die Mitarbeiter des Geschäftes den Mann auch nicht weiter und gingen wenn überhaupt davon aus, dass er ein wenig schlafen würde. Erst nachdem seine Zeit, immerhin 23 Stunden, abgelaufen war, wollten die Mitarbeiter den jungen Mann wecken und stellten dabei fest, dass er verstorben war. Bei den anschließenden Arbeiten der Polizei, so berichtet es die Taipeh Times, ließen sich die anderen Besucher des Internet-Cafes kaum von ihren Aktivitäten ablenken.
[dk]







Stichworte zur Meldung: Internet Mensch Tod Wow Taiwan Cafe
 
5 Kommentare

Re: [News] Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

Hübie
(vom 08.02.2012 um 12:47)

Kaum zu glauben. Es ist leider wirklich so das Spielesucht noch zu oft belächelt und nicht so ernst genommen wird. Seit ich einen Fall im engen Freundeskreis habe/hatte sehe ich die Geschehnisse mit ganz anderen Augen.
Es gibt, besonders für WoW-Süchtige, schon spezielle Anlaufstellen wie das Uni Klinikum in Hamburg Eppendorf oder Internetseiten (http://rollenspielsucht.de/index.html). Das sollte man echt nicht unterschätzen. 23 Jahre ist auch kein Alter. Trauriges Schicksal.

Gruß Hübie

Re: [News] Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

'Sascha'
(vom 08.02.2012 um 15:21)

Kurios...

Re: [News] Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

crishan
(vom 08.02.2012 um 22:17)

Nö, das ist weder kurios noch kaum zu glauben.

Liest man sich die Originalquelle nämlich einmal durch, dann steht dort, dass die Todesursache
Organversagen, bzw. Herzversagen war. Ware er gestorben, während er zum Beispiel in der
Bahn saß, würde man das als Bahnsüchtig bezeichnen? Oder, wenn er in der Bibliothek entschlafen
wäre, hätte man das dann als Büchersucht ausgelegt?

Worauf ich hinaus will: Hier wird, auch seitens der Taipei Times, versucht, sein Spielen als ursächlich
für seinen Tod hinzustellen, doch der Tod hätte ihn überall ereilen können, wo er länger gesessen hätte.
Er hatte einen Termin im Krankenhaus vereinbart, den er nicht wahrgenommen hatte/wahrnehmen konnte,
doch darauf wird nicht eingegangen. War Chen Jung-yu vielleicht anderweitig schwer krank? Auch das
erfahren wir nicht...Computerspielen dafür verantwortlich zu machen empfinde ich allerdings als
ausgesprochen billig!

Re: [News] Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

Gast
(vom 08.02.2012 um 23:20)
@crishan
mit dem was du schreibst hast du größtenteils schon recht, es war in dem Artikel aber auch noch die Rede davon das sich die ach so spielsüchtigen anderen Cafebesucher nicht davon haben beeindrucken lassen... aber warscheinlich haben die gerade die News auf HT4U gelesen und waren daher so vertieft hhh

es ist jetzt schon ein paar Jahre her, aber ich war mal life Zeuge davon wie ein Bekannter auf einer Netzwerkparty nach durchgezockter Nacht, Kaffee ohne Ende, ein paar Bierchen und Tütchen einen schlimmen (seinen 1.) epileptischen Anfall bekommen hat
danach hatte erstmal keiner mehr Bock sich vor die Flimmerkiste zu hängen

Re: [News] Taiwanischer Spieler verstirbt unbemerkt im Internet-Cafe

redfalcon
(vom 09.02.2012 um 10:04)
Da er ja of Warcraft gespielt hat, war er vielleicht tippsüchtig.