Vor wenigen Tagen bestätigte AMD auf dem Financial Analyst Day, dass die Nachfolger der Llano-APUs namens Trinity
Mitte des Jahres auf den Markt kommen werden ohne dabei auf technische Details einzugehen. Dies erledigt nun das Web, denn mittlerweile sind nahezu alle Spezifikationen der Trinity-APUs für Desktop-Systeme aufgetaucht. Diese versprechen ein Topmodell mit zwei Piledriver-Modulen mit maximal 4,2 GHz, 384 Shader mit 800 MHz und dies alles bei unveränderten 100 Watt TDP.
Die bei
donanimhaber aufgetauchte Folie bestätigt dabei die meisten Spekulationen der vergangenen Wochen. So werden die neuen APUs der A4-, A6-, A8- und A10-Serie über ein bis zwei Prozessormodule der Piledriver-Generation verfügen. Diese basieren im wesentlichen auf der Bulldozer-Architektur, bringen jedoch die ein oder andere
Verbesserung mit. Ein L3-Cache fehlt den Trinity-Ablegern jedoch. Zusammen mit den hohen Taktfrequenzen von bis zu 3,8 GHz (mit Turbo-Modus sogar bis zu 4,2 GHz) sollten die Trinity-APUs damit durchaus AMDs Leistungsversprechen von einem Performanceplus von bis zu 15 Prozent gegenüber den
Llano-Ablegern erreichen. Im Mittel erwarten für das neue Topmodell A10-5800K im Vergleich zum A8-3870K jedoch ein etwas geringeres Plus von rund 5 bis 10 Prozent.
In Sachen CPU-Leistung wird man damit nach wie vor hinter Intels äquivalenten Produkten hinterher hängen. Diese Manko will AMD wie schon bei den Llano-APUs durch eine sehr starke integrierte Grafikeinheit ausgleichen. Wie
erwartet wird diese auf der VLIW4-Technik der Radeon-HD-6900-Serie basieren und maximal 384 Shader besitzen. Der maximale Takt soll bei 800 MHz liegen. Die Speicherbandbreite wird jedoch wie bei Llano nur bei DDR3-1866 liegen, was zu einem Problem werden könnte.
Trotz der damit sehr potenten Grafik und der hohen CPU-Taktfrequenzen will AMD selbst bei den Trinity-Topmodellen die von den Llano-Ablegern bekannten TDP-Einstellungen festhalten. Die sparsameren Versionen werden daher wieder mit einer TDP von 65 Watt vermarktet, die schnelleren mit 100 Watt. Dies erstaunt insofern, da AMD bei Trinity weiterhin auf die gleiche 32-nm-Fertigung setzt wie bei Llano, dafür aber ordentlich an den Taktschrauben dreht. Es bleibt daher abzuwarten, ob man bei Auslastung der integrierten Grafikeinheit noch die maximalen Turbo-Takt abrufen kann.
Leider werden die neuen Trinity-APUs aufgrund der ganzen Neuerungen nicht mehr in den FM1-Sockel der Llano-APUs passen. Stattdessen wird der neue FM2-Sockel benötigt, welcher
inkompatibel zum FM1-Sockel ist.
[fo]