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Weitere Details zu Intels Haswell-CPUs

Prozessoren | 14.02.2012, 09:58
Aktuell wartet die Szene noch darauf, dass Intel seine neue "Ivy Bridge"-Prozessoren serviert, doch in der Gerüchteküche brodelt bereits der nächste Gang. Dabei kommen zur Zeit stetig neue Zutaten ans Licht und offenbaren langsam, welche Suppe Intel mit der Nachfolgergeneration Haswell auftischen will.

Wieder einmal veröffentlichen die türkischen Kollegen von Donanimhaber eine Folie, welche eigentlich unter NDA stehen sollte. Darin wird der neue Desktop-Sockel LGA 1150, welcher in den Jahren 2013 und 2014 aktuell sein soll, in seinen Grundzügen beschrieben. Die Lebensdauer von zwei Jahren deutet dabei auf eine Kompatibilität zum Nachfolger von Haswell hin. Zur aktuellen Generation der "Sandy Bridge" bzw. "Ivy Bridge"-Prozessoren ist der Sockel hingegen nicht kompatibel. Dies liegt dabei vornehmlich am Umstand, dass Intel bei Haswell sämtliche Spannungswandler in das CPU-Die integrieren möchte.

In Sachen Leistung gibt es bislang (noch) nicht viel zu berichten. Grundsätzlich gilt allerdings das regelmäßige Ziel, dass die Prozessoren mit jeder Generation etwas schneller werden sollen. Dies dürfte auch für Haswell zutreffen, wobei verbesserte Instruktionen in den Bereichen AVX und AES eine entscheidende Rolle spielen. Zudem, so zeigte es sich erst kürzlich, soll Transactional Memory weiteren Leistungszuwachs bringen.

In Sachen Leistungsaufnahme hatte man in der jüngeren Vergangenheit auch stets das Verlangen, diese zu reduzieren, so dass die TDP-Angaben stets niedriger wurden. Zuletzt hieß es sogar, dass die kommenden "Ivy Bridge"-Modelle dank der neuen 22-nm-Fertigung mit einer TDP von maximal 77 Watt daher kommen würde. In Sachen Haswell sieht es jetzt wiederum so aus, dass auch wieder Modelle mit einer TDP von 95 Watt auf den Markt kommen werden. Auch in Sachen Speichercontroller gibt es keine Bewegung. Spekulationen in Richtung DDR4 sind scheinbar vom Tisch, stattdessen bleibt es wohl bei DDR3-1600. Ob das jedoch für die Leistung der integrierten Grafikeinheit ausreichend ist...

Bild: Weitere Details zu Intels Haswell-CPUs


Die wesentliche Aufmerksamkeit wird Intel der eben schon erwähnten Grafikeinheit widmen, denn bei den immer wichtiger werdenden iGPUs hat der Chip-Gigant aktuell deutlich das Nachsehen. Mit Haswell soll die Grafikeinheit auch DirectX 11.1 sowie OpenCL 1.2 unterstützen. Bei den Anschlussmöglichkeiten will man das aktuell verfügbare Feld vollständig abdecken und auch die dritte Dimension wird die Haswell-iGPU unterstützen.

Etwas Unklarheit herrscht allerdings noch im Bereich der vorhandenen Execution Units (EU), welche den jüngsten Spekulationen zur Folge auf die Zahl 40 geschätzt wurden. Dies erscheint doch etwas hoch gegriffen, vor allem da "Ivy Bridge" lediglich mit maximal 16 EUs daher kommen soll. Hier erscheinen die 20 EUs, welche von anderen Stellen genannt wurden, doch realistischer.

Was am Ende damit heraus kommt ist allerdings noch vollkommen offen, denn bis zum Start ist es noch über ein Jahr. Laut Plan kommt Haswell im ersten Halbjahr 2013 auf den Markt und aktuell steht ja auch erst einmal noch "Ivy Bridge" an. Folglich kann die Suppe noch etwas durchziehen, verfeinert und abgeschmeckt werden.
[dk]







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