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Megaupload-Gründer vorerst aus der Haft entlassen

Sonstiges | 23.02.2012, 10:13
Seitdem die US-Behörden das Filesharing-Portal Megaupload geschlossen haben, sitzt auch der Gründer Kim Schmitz in seiner Heimat Neuseeland in Untersuchungshaft. Nun aber entließ der zuständige Richter Nevin Dawson ihn unter Auflagen aus der Haft.

Schmitz darf sich nur innerhalb von 80 km um seiner Villa aufhalten und hat zur Einhaltung eine Fußfessel bekommen. Zudem ist ihm die Nutzung des Internets untersagt, sowie Rundflüge mit seinem Hubschrauber. Darüber hinaus, so Richter Dawson, bestehen aber keine Anzeichen für eine Fluchtgefahr. Insbesondere hat Schmitz eine Familie sowie ein privates Vermögen in Neuseeland, welches er durch eine Flucht gefährden würde. Weitere Geldreserven, als die Beschlagnahmten, sind aber nicht bekannt.

Auch Schmitz reagierte erleichtert und betonte, dass er froh sei endlich wieder mit seiner Familie zusammen zu sein. Zudem kann Schmitz dadurch die Arbeit mit seinen Anwälten verbessern, was auch dringend notwendig ist. Denn die leitende Staatsanwältin Anne Toohey aus den USA drängt auf eine Auslieferung von Schmitz, sowie seinen Mitstreitern. Zudem zieht Toohey in Erwägung gegen die Entlassung aus der Untersuchungshaft Einspruch einzulegen. Allerdings ist zweifelhaft, ob dieser zum Erfolg führen wird.

Dies lässt sich auch durch den großen Zeitraum begründen, welche bis zur möglichen Auslieferung noch besteht. So wird es am 15. März zu einer Telefonkonferenz zwischen den Beteiligten kommen und erst am 20. August diesen Jahres soll eine Anhörung der insgesamt vier in Neuseeland festgenommenen Betreiber stattfinden. Erst im Anschluss wird man über eine Auslieferung entscheiden.
[dk]







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