Angeblich gab es ja nie
Lizenzstreitigkeiten zwischen Intel und NVIDIA bezüglich SLI und QPI. So zumindest drückte NVIDIA dies uns gegenüber auf der vergangenen CeBIT aus und gab selbstbewußt zu Protokoll, dass Intel kein SLI bekäme, NVIDIA wohl aber QPI-Lizenzen. Schon im Juli des Jahres war dann zu vernehmen, dass man sich wohl
geeinigt habe und Intel SLI-Lizenzen für den X58-Chipsatz bekommen sollte.
Heute verkündet NVIDIA nun freudig in einer offiziellen Pressemitteilung: "
Marktführende Motherboard-Hersteller wählen NVIDIA SLI für neue Intel-Bloomfield-Plattform". Anlässlich der kommenden X58-Hauptplatinen haben laut NVIDIA die Hersteller ASUS, EVGA, MSI, Gigabyte und DFI SLI-Support auf ihren Mainboards umgesetzt. Vielleicht hätte man besser schreiben sollen, dass die Mainboardhersteller Lizenzgebühren hierfür zahlen.
Wie man durch
expreview.com erfährt, ist die Einigung zwischen Intel und NVIDIA hier wohl zu finanziellen Lasten der Mainboardhersteller ausgegangen. So soll jeder Hersteller pro Hauptplatine mit SLI-Support angeblich 5 US-Dollar an NVIDIA zahlen - ein Betrag welcher bei einem zu erwartenden Platinenpreis von deutlich über 200 Euro sicherlich verschwindend gering zu sein scheint. Allerdings soll ja auch der kommende
Mainstream-Chipsatz P55 die SLI-Option besitzen. Es darf mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Hersteller die Lizenzkosten mit in ihre Preiskalkulationen einrechnen. Im Ergebnis wird sich der Mainboardpreis dadurch wohl etwas verteuern, sollte ein Hersteller eine SLI-Option bieten.
Immerhin sollte Intel, wie auch den Mainboardherstellern mit dieser Lösung durchaus gedient sein, ist man denn dadurch in der Lage nun gleichzeitig dem Anwender CrossFire, als auch SLI-Support zu bieten. An der Ecke hätten die Intel-Hauptplatinen dann ganz klar die Nase vor Platinen mit AMD- oder NVIDIA-Chipsätzen.
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