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Elpida wird Opfer der niedrigen Speicherpreise

Wirtschaft | 27.02.2012, 14:08
Schon seit geraumer Zeit kämpfen die Speicher-Hersteller mit sinkenden Preisen und einer stetigen Überproduktion. Nun musste Elpida, der drittgrößte Hersteller hinter Samsung und Hynix, Insolvenz anmelden und bestätigt damit die Gerüchte der Zahlungsunfähigkeit.

Schon Anfang Februar deutete vieles auf mögliche Schwierigkeiten hin, denn Elpida musste im vorangegangenen Quartal einen Verlust von 420 Millionen Euro hinnehmen. Zudem blickte der Konzern eher pessimistisch in die Zukunft und rechnete nicht mit einem deutlichen Umschwung am Markt.

Nun musste der Konzern eingestehen, dass man nicht mehr mit der Rückzahlung der Schulden hinter herkommt und verkündete daher die Insolvenz. Das Unternehmen Elpida, welches sich aktuell in Sanierungsbemühungen befindet, weist rund 4,4 Milliarden Euro Schulden auf. Das Geschäftsjahr endet am 31. März und dürfte dem Konzern einen Verlust von etwa 921 Millionen Euro einbringen.

Welche Konsequenzen die Insolvenz für die Speicherpreise hat ist aktuell aber gänzlich unklar. Sollte die Sanierung des Konzerns scheitern, könnten sich durchaus Interessenten für das Unternehmen finden, welche mit den Fertigungsstätten arbeiten wollen. Damit würde eventuell ein Teil der Kapazitäten nicht mehr für die Speicher-Herstellung genutzt werden. Ob dies jedoch hilft die aktuelle Überproduktion einzudämmen bleibt fraglich.
[dk]







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