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Top-NVIDIA Grafikkarten fallen deutlich im Preis

Grafik | 11.03.2012, 20:58
Während unserer Vorbereitungen zum Start der AMD Radeon HD-7870 beobachteten wir, wie die Preise der NVIDIA GeForce GTX 570 innerhalb weniger Tage sanken. NVIDIAs Top-Grafikkarten waren von massiven Preissenkungen betroffen, welche die GeForce GTX 560 Ti noch am geringsten betrafen.

NVIDIAs GTX 560 Ti bildet den Gegner der AMD Radeon HD 7850, welche AMD allerdings erst am 19. März zu Preisen um 249 Euro in den Markt schicken möchte. Der aktuell günstigste Preis für eine lieferbare GeForce GTX 560 Ti liegt im Preisvergleich aktuell bei rund 179 Euro. Die reine Preissenkung von etwa 10 Euro innerhalb weniger Tage wäre noch zu vernachlässigen, doch betrachtet man die GTX 580 oder GTX 570, erkennt man deutlichere Korrekturen.

Der Preis für die NVIDIA GeForce GTX 570 lag vor wenigen Tagen noch bei 280 Euro, das günstigste lieferbare Angebot wird derzeit mit rund 250 Euro gelistet. Gegner im Lager von AMD ist die Radeon HD 7870, welche ebenfalls erst am 19. März im Markt erscheint und damit aktuell noch keine Konkurrenz darstellt. AMD hat für sie eine Preisempfehlung von 349 Euro ausgesprochen.

Auch die NVIDIA GeForce GTX 580 findet sich in deutlichem Fall. Lag der Preis für solche Karten kürzlich noch im Bereich von 390 bis 400 Euro (reguläre Modelle), so findet sich nun das günstigste Angebot zu einem Preis von rund 340 Euro. Die unmittelbaren AMD-Gegner Radeon HD 7950 und Radeon HD 7970 und spielen preislich in einer komplett anderen Liga. So liegt das günstigste Angebot einer HD 7950 (lagernd) bei 390 Euro und der Preis der HD 7970 bei 455 Euro.

Verleitet Kepler die Hersteller zum Ausverkauf?


Zu unterstellen, dass die neuen AMD HD-7000-Produkte zu einem solchen Preisverfall bei NVIDIA-Produkten führen, wäre sicherlich falsch. Man darf dies aber als einen weiteren Punkt in die aktuelle Situation mit einfließen lassen. Entscheidender dürfte sein, dass NVIDIAs neue 28-nm-Produkte vor der Tür stehen und die Partner an diesem Punkt gerne die Lagerbestände etwas reduzieren möchten. Einem Gerücht, NVIDIA habe den GF110-Chip (GTX 570 und GXT 580) End of Life gesetzt, widersprachen unserer Quellen auf der CeBIT 2012 im übrigen. Die GeForce GTX 560 und GTX 570 würden uns wohl noch eine ganze Weile begleiten.

Mit diesem Wissen nehmen wir an, dass die Preise nur zurechtgerückt, die Bestände verringert und Platz für die kommenden Kepler-Produkte geschaffen werden. Ob die Preissenkung nun offiziell seitens NVIDIA erfolgte oder lediglich einige Partner voraus stürmen, ist unklar. Die Preisentwicklung der kommenden Tage wird dies zeigen. Deutliche Preissenkungen sind bei den großen Boardpartnern wie zum Beispiel Palit oder Zotac zu sehen.

Preisdruck für AMD


Unterdessen kommt AMDs Radeon-HD-7000-Familie dadurch in Bedrängnis. Die Preisspanne klafft nun viel zu weit auseinander und die einzige Folge daraus wären Preissenkungen durchs gesamte Produktportfolio. Davon betroffen sind dann nicht nur die HD-7800- und HD-7900-Grafikkarten, sondern auch die HD-6900-Karten. Mit rund 282 Euro ist nun auch eine Radeon HD 6970 in Bedrängnis. Gerade die neue HD-7000-Serie dürfte auf Grund der derzeitigen Liefersituation letzten Endes am meisten leiden, bzw. bei ausbleibenden Preisnachlässen in ihrer Attraktivität noch weiter einbüßen.

[pg]







Stichworte zur Meldung: Nvidia Geforce Gtx 580 570 560 Ti Preis
 
2 Kommentare

Re: [News] Top-NVIDIA Grafikkarten fallen deutlich im Preis

Drohne
(vom 11.03.2012 um 22:16)

... die Preispolitik beider Hersteller kann letztlich nur als Schuß nach hinten losgehen. TSMC kann nicht soviel Ausbeute erzeugen wie geplant, die Entwicklungskosten der Chips sind mitunter jetzt bei AMDs GCN ein empfindlicher Punkt, wo das Unternehmen verlorenes Terrain in Form von Pecunia das desaströse Abschneiden der der neuen Bulldozer-CPUs kompesnieren könnte. Für AMD wäre es gut, auf hohem Preisniveau zu verdienen. Der Endkunde würde durch eine größere Entwicklungs- und Emmisionslatenz dadurch gewinnen, ausgereifte Produkte mit moderaten Leistungsaufnahmen zu erhalten. Allerdings können anglo-amerikanisch angetriebene Unternehmen kaum noch weiter als zwei Fiskalquartale in die Zukunft blicken.
nVidia wird innerhalb eben dieses Quartalsdenkens seine Bilanzen zu verbessern suchen - mit der Preisschraube.

Andererseits, wenn der Halbleiter-Auftragsfertiger TSMC denn nun wirklich nVidia  nicht mit Stückzahlen beliefern kann, muß nVidia eben Preise senken, um die Absatzzahlen der alten Garde zu erhöhen (das machen dann wohl die Händler ...).

Wir, oder besser ich, wissen/weiß es aber nicht besser. Letztlich ist es auch für mich gut, eine "billigere" schnelle Graphikkarte kaufen zu können. Es ist unsinnig eine Karte auf hohem Preisniveau zu erwerben, wenn diese in 3 oder 6 Monaten schon zum alten Eisen gehört, weil das neue Modell mit noch mehr Leistung den Markt betritt.

Re: [News] Top-NVIDIA Grafikkarten fallen deutlich im Preis

Rick
(vom 12.03.2012 um 13:49)
Ich frage mich wie die Vertraege zwischen den Foundries und nVidia/AMD wohl aussehen, was Produktionsvolumina angeht.
Sind da Minima und Maxima festgeschrieben? Gibt es Vertragsstrafen fuer unzureichende Lieferung und Prozessverzoegerungen? Oder wird da beidseitig das Risiko hingenommen, dass wenn was nicht klappt, alle drunter leiden, und es wird einfach per Wafer (mit Mindestguete?) bezahlt?

Da ein naeheren Einblick zu bekommen, waere wohl interessant, wenn man das Gebahren naeher verstehen will.