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AMD erweitert die Server-Prozessorfamilie um die Opteron-3200-Serie

Prozessoren | 22.03.2012, 14:10
Intels Serverkonkurrent AMD will im Zuge der Umstrukturierung und Neuorientierung festeren Boden im Serversegment unter den Füßen bekommen. So stellen die aus Sunnyvale stammenden Prozessorexperten eine weitere Opteron-Familie vor, welche mit einem geringen Energieverbrauch und gutem Preis- / Leistungsverhältnis glänzen soll.

Die neue Serie ordnet sich im unteren Performancesegment der Server-CPUs ein, will in Bezug auf die Verlustleistung aber ganz oben mitspielen. So gibt AMD eine TDP von 45 bis 65 Watt an und Taktfrequenzen die von 2,4 GHz bis hinauf zu 3,7 GHz reichen. Wahlweise gibt es zwei oder vier Module (alias vier oder acht "Interger-Kerne") denen 8 bzw. 16 MByte Cache zur Seite stehen. Der Zwei-Kanal-Speichercontroller kann vier DIMMs mit bis zu 32 GB Kapazität und 1866 MHz des DDR3-SDRAM ansprechen und unterstützt natürlich auch ECC-Module.

Das Besondere an der neuen Opteron-3200-Serie ist dabei, dass sie anders als die bereits vorgestellten Opteron-Familien auf Bulldozer-Basis keinen extra Server-Sockel benötigen. Stattdessen laufen sie im Sockel AM3+ und damit auch in Desktop-Mainboards. Dadurch will AMD die Kosten für die Anschaffung eines Opteron-3200-Servers reduzieren. Der Nachteil ist natürlich, dass es kein AM3+ Mainboard für zwei oder mehr CPUs gibt, was theoretisch mit einem Eigendesign umgangen werden könnte. Dies erscheint jedoch eher unwahrscheinlich, denn für mehr Sockel-Systeme gibt es die bereits erwähnten Opteron-6200-Serie. Zusammen mit dem geringen Energiebedarf könnte diese Server damit jedoch ideal für Web-Hoster sein. Dazu passt auch, dass AMD den darauf spezialisierten Serveranbieter SeaMicro kürzlich gekauft hat.

AMD gibt ein 38% besseres Preis- / Leistungsverhältnis gegenüber Intels Xeon-E3-Serie (Sandy Bridge für den Sockel 1155) an und suggeriert einen 19 % geringeren Energiebedarf pro "Kern", was schwierig nachvollziehbar sein dürfte (AMD verbaut Module mit zwei Integer-Kernen aber nur einer floating-point-unit, FPU). Sämtliche Standards wie die Virtualisierungstechnik AMD-V, Advanced Vector Extensions (AVX) und Optimized Power Managment (OPM) sind mit an Board. Verschiedene halt-states (C1E, C6) und intelligente Lastverteilung sollen den Energiebedarf regulieren.

Preise oder Verfügbarkeit wurden zwar nicht genannt, aber da laut AMDs Pressemitteilung erste Partner wie MSI, Tyan, Fujitsu und Dell schon Systeme fertigen ist ein baldiges Erscheinen sehr wahrscheinlich.

BezeichnungAMD Opteron 3250 EE, 3260 EE und 3280 HE – Codename Zurich
Order Part Number (OPN)OS3280OLW8KGU, OS3260HOW4MGU und OS3250HOW4MGU
SockelAM3+ (938 Pin mPGA)
Fertigungsverfahren32nm SOI
CPU-Takt2,4 GHz bis 3,7 GHz mit Turbo CORE 2.0
logische Prozessorkerne / Threads4 / 4 bzw. 8 / 8 (integer)
Speichercontrollerbis zu 32 GB registered ECC DDR3 SDRAM bei 1866 MHz auf zwei Kanälen mit 1,5 Volt
KommunikationsbusHyperTransport 3.0 (2,6 GHz, 32-bit, 41.6 GB/s),
L1 Cache4 x 16 kB bzw. 8 x 16 kB
L2 Cache2 x 2 MB bzw. 4 x 2 MB
L3 Cache4 MB bzw. 8 MB (shared) mit 2200 MHz
EnergiesparmechanismenCoolCore Technology, Enhanced Halt State (C1E), Deep Power Down (C6)
TDP45 Watt bis 65 Watt
Preiskeine Angabe

Autor: Marcel
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Stichworte zur Meldung: Prozessoren 3200 Server Amd Opteron