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Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

Internet | 23.03.2012, 06:58
Seitdem das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung in der eingeführten Form gekippt hatte, hadert die Koalition mit einer erneuten Umsetzung. Nun schaltet sich die EU ein und setzt der Bundesregierung eine Frist von einem Monat bis die EU-Richtlinie umgesetzt sein muss.

Die ursprüngliche Form der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland war nicht wegen dem häufig bemängelten Generalverdacht gekippt worden, sondern wegen den mangelhaften Ausführungen bei der Speicherung, Sicherung und Verwaltung der gesammelten Daten. Die FDP und hier federführend Justiz-Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger drängt seither auf die sogenannten Quick-Freeze-Methode.

Doch die kurzfristige Speicherung stößt auf Ablehnung in Reihen der CDU/CSU und auch die SPD, welcher damals die Vorratsdatenspeicherung mit einführten, verfolgten eine längerfristige Methode. Auch die EU betonte erneut, dass man das Quick-Freeze-Verfahren nicht als ausreichende Umsetzung der EU-Richtlinie sehe.

Sollte Deutschland der Frist nicht nachkommen, ist der nächste Schritt die Einleitung eines Verfahren, welches dann Geldstrafen in Millionehöhe nach sich ziehen könnte. Neben Deutschland stehen auch noch Österreich und Schweden unter Druck, welche ebenfalls bislang die EU-Richtlinie nicht entsprechend umgesetzt haben.
[dk]







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5 Kommentare

Re: [Internet] Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

Gast
(vom 23.03.2012 um 12:04)
Da wir für andere Sachen auch Millionen bezahlen, würde ich mal sagen: darauf kann man sich gut einlassen. Wen interessieren die Peanuts?

Re: [Internet] Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

Gast
(vom 26.03.2012 um 02:34)
Verdammte EU! Die sollen sich doch mit ihren "Richtlinien" in die Wüste verzischen. Wenns nach einigen vielen ging, würde Schwarz-Rot-Gold sofort austreten aus dieser EU-Gängelei.

Re: [Internet] Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

Rick
(vom 26.03.2012 um 08:08)
Du weißt schon, dass diese Richtlinie nur mit Unterstützung Deutschlands bindend geworden ist.
Das ist wie wenn der Bundesrat ein Gesetz einstimmig absegnet, und dann Bayern sagt, 'also, wir implementieren das so', und das dann gegen die Verfassung verstößt.

Die EU ist nichts was von oben oktroyiert, sondern man setzt sich da zusammen und versucht Richtlinien zu setzen, damit bestimmte rechtliche Aspekte EU-weit ähnlich umgesetzt werden. Damit verhindert man primär Rechtsflucht im europäischen Raum.
Leider hat die EU ein Imageproblem, da muss mal eine Marketingabteilung ran.

Re: [Internet] Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

'Sascha'
(vom 26.03.2012 um 09:27)

Es gibt Bereiche, da sind Gesetze auf EU-Ebene durchaus sinnvoll. Es gibt aber auch vieles, was unsere Sache bleiben sollte, wo sich die EU trotzdem einmischt.

Re: [Internet] Bundesregierung hat einen Monat Zeit zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

Robert
(vom 26.03.2012 um 10:13)

Hmm, wäre dann nicht gerade etwas grenzen-überschreitendes wie das Internet eines Sache für die EU? ;) Wahrscheinlich macht die Sache aber erst Sinn, wenn so etwas international einheitlich geregelt ist. Und der Zugriff auf die Daten müsste anders geregelt sein. IMO grundsätzlich nur für Behörden im Rahmen von Ermittlungsverfahren und nicht gegenüber selbsternannte Hilfspolizisten wie Anwaltskanzleien.