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Weitere Filehoster im Visier - Megaupload nur Spitze des Eisbergs

Wirtschaft | 03.04.2012, 11:37
Mit dem Schlag gegen den Filehoster Megaupload hat die Industrie rund um die Urheberrechte noch längst nicht den Krieg gewonnen. Das ist den Rechteinhabern auch bewusst, weshalb die Verfolgung weiterer Dienstleister dieser Art angestrebt wird.

Dies ist der Beschluss einer Konferenz des Verbands der US-Filmindustrie Motion Pictures Association of America (MPAA), welcher in New York unter dem Titel On Copyright stattfand. Angeführt wurde die Forderung der strafrechtlichen Verfolgung der Filehoster durch den Paramount-Pictures-Sprecher Alfred Perry, welcher den Unternehmen deutlich kriminelle Absichten unterstellte.

Die Konferenz nannte auch eine Liste mit den, nach ihrer Ansicht, fünf wichtigsten Filehoster, welche ins Visier genommen werden müssten. Namentlich sind dies die Dienstleister Depositfiles, FileServe, MediaFire, Putlocker und Wupload. Diese fünf Filehoster erzeugen, nach Angaben der MPAA, zusammen rund 41 Milliarden Page Impressions und sollen so, ähnlich wie Megaupload, aus dem Verkehr gezogen werden.

Bild: Weitere Filehoster im Visier – Megaupload nur Spitze des Eisbergs

Wirklich sicher ist aktuell keiner der Filehoster, allerdings zeigt der Fall Rapidshare deutlich, dass die grundsätzliche Art eines solches Dienstes nicht als illegal einzustufen ist. Damit einher geht dann auch die Frage, ab wann die Handlungen der Filehoster als illegal anzusehen sind. MediaFire-Mitbegründer Tom Langridge distanzierte sich von sämtlichen Handlungen, welche gegen die Rechte Dritter verstoßen.
[dk]







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