Nach der Vorstellung der Notebook-Modelle folgt nun die R-Serie auf Basis der
Trinity-APUs. Mit dieser Reihe will AMD in den Embedded-Markt vorstoßen und dort vor allem Marktanteile vom Hauptkonkurrenten Intel abgreifen.
Wie bei den Notebook-APUs der A-Serie verwenden auch die neuen R-Modelle die Sockel FS1r2 und FP2, was bereits die starke Verwandtschaft andeutet. Im Zuge der Vorstellung der R-Serie gibt AMD damit indirekt auch einige Details zu den mobilen Varianten bekannt, welche so bislang nicht publiziert wurden. So muss man beispielsweise im FP2-Sockel auf acht PCIe-Lanes verzichten und auch für die TDP gelten einige erweiterte Regeln. So beziehen sich die Angaben für die einzelnen APUs stets auf den Einsatz ohne diskrete Grafiklösung. Kommt diese hinzu, so muss etwa 1 Watt hinzugerechnet werden.
Dies gilt zumindest für die kleineren Modelle, welche mit einer TDP 17, 19 oder 25 Watt beziffert werden. Die vier Modelle mit einer TDP vom 35 Watt weisen diese zusätzliche Einschränkung nicht auf. Darüber hinaus bietet die R-.Serie-APUs alle gewohnten Features inklusive Turbo-Modus, AES- und AVX-Befehlssätzen.
| Modell | Kerne | Takt / Turbo | L2-Cache | Grafikeinheit | Grafiktakt / Turbo | TDP |
| R-464L | 4 | 2,3 / 3,2 GHz | 2 x 2 MB | HD 7660 G | 497 / 686 MHz | 35 Watt |
| R-460H | 4 | 1,9 / 2,8 GHz | 2 x 2 MB | HD 7640G | 497 / 655 MHz | 35 Watt |
| R-272F | 2 | 2,7 / 3,2 GHz | 1 MB | HD 7520G | 497 / 686 MHz | 35 Watt |
| R-268D | 2 | 2,5 / 3,0 GHz | 1 MB | HD 7420G | 470 / 640 MHz | 35 Watt |
| R-460L | 4 | 2,0 / 2,8 GHz | 2 x 2 MB | HD 7620G | 360 / 497 MHz | 25 Watt |
| R-425L | 4 | 1,6 / 2,4 GHz | 2 x 2 MB | HD 7600G | 327 / 424 MHz | 19 Watt |
| R-260H | 2 | 2,1 / 2,6 GHz | 2 MB | HD 7500G | 327 / 424 MHz | 17 Watt |
| R-252F | 2 | 1,9 / 2,4 GHz | 1 MB | HD 7400G | 333 / 415 MHz | 17 Watt |
Da die R-Serie-APUs flexibel einsetzbar sein sollen, können die Modelle sowohl in Verbindung mit dem Desktop-Chipsatz A75, als auch mit dem Notebook-Chipsatz A70M gebracht werden. Denkbar wäre daher auch auf Micro-ATX- oder Mini-ITX-Mainboards, welche dann als Desktop-Alternativen auch in Konkurrenz zur Brazos-Plattform stehen würden.
Weiterhin versucht AMD durch die Grafikleistung die Kunden für sich zu gewinnen. Dabei betont der Konzern, dass die R-Serie-APUs zusammen mit einer HD 6000 aus dem Embedded-Segment bis zu zehn Displays ansteuern können. Zudem zeigen hauseigene Benchmarks einen Vorteil gegenüber Intels Sandy-Bridge-Lösungen. Vergleiche zur aktuellen Ivy Bridge bleiben allerdings aus.
[dk]