Nachrichten

AMD führt Trinity-APUs der R-Serie ein

Prozessoren | 22.05.2012, 09:41
Nach der Vorstellung der Notebook-Modelle folgt nun die R-Serie auf Basis der Trinity-APUs. Mit dieser Reihe will AMD in den Embedded-Markt vorstoßen und dort vor allem Marktanteile vom Hauptkonkurrenten Intel abgreifen.

Wie bei den Notebook-APUs der A-Serie verwenden auch die neuen R-Modelle die Sockel FS1r2 und FP2, was bereits die starke Verwandtschaft andeutet. Im Zuge der Vorstellung der R-Serie gibt AMD damit indirekt auch einige Details zu den mobilen Varianten bekannt, welche so bislang nicht publiziert wurden. So muss man beispielsweise im FP2-Sockel auf acht PCIe-Lanes verzichten und auch für die TDP gelten einige erweiterte Regeln. So beziehen sich die Angaben für die einzelnen APUs stets auf den Einsatz ohne diskrete Grafiklösung. Kommt diese hinzu, so muss etwa 1 Watt hinzugerechnet werden.

Dies gilt zumindest für die kleineren Modelle, welche mit einer TDP 17, 19 oder 25 Watt beziffert werden. Die vier Modelle mit einer TDP vom 35 Watt weisen diese zusätzliche Einschränkung nicht auf. Darüber hinaus bietet die R-.Serie-APUs alle gewohnten Features inklusive Turbo-Modus, AES- und AVX-Befehlssätzen.

ModellKerneTakt / Turbo L2-CacheGrafikeinheitGrafiktakt / TurboTDP
R-464L42,3 / 3,2 GHz2 x 2 MBHD 7660 G497 / 686 MHz35 Watt
R-460H41,9 / 2,8 GHz2 x 2 MBHD 7640G497 / 655 MHz35 Watt
R-272F22,7 / 3,2 GHz1 MBHD 7520G497 / 686 MHz35 Watt
R-268D22,5 / 3,0 GHz1 MBHD 7420G470 / 640 MHz35 Watt
R-460L42,0 / 2,8 GHz2 x 2 MBHD 7620G360 / 497 MHz25 Watt
R-425L41,6 / 2,4 GHz2 x 2 MBHD 7600G327 / 424 MHz19 Watt
R-260H22,1 / 2,6 GHz2 MBHD 7500G327 / 424 MHz17 Watt
R-252F21,9 / 2,4 GHz1 MBHD 7400G333 / 415 MHz17 Watt

Da die R-Serie-APUs flexibel einsetzbar sein sollen, können die Modelle sowohl in Verbindung mit dem Desktop-Chipsatz A75, als auch mit dem Notebook-Chipsatz A70M gebracht werden. Denkbar wäre daher auch auf Micro-ATX- oder Mini-ITX-Mainboards, welche dann als Desktop-Alternativen auch in Konkurrenz zur Brazos-Plattform stehen würden.

Weiterhin versucht AMD durch die Grafikleistung die Kunden für sich zu gewinnen. Dabei betont der Konzern, dass die R-Serie-APUs zusammen mit einer HD 6000 aus dem Embedded-Segment bis zu zehn Displays ansteuern können. Zudem zeigen hauseigene Benchmarks einen Vorteil gegenüber Intels Sandy-Bridge-Lösungen. Vergleiche zur aktuellen Ivy Bridge bleiben allerdings aus.

Bild: AMD führt Trinity-APUs der R-Serie ein
Bild: AMD führt Trinity-APUs der R-Serie ein
Bild: AMD führt Trinity-APUs der R-Serie ein

[dk]







Stichworte zur Meldung: Lauunch Vorstellung Einführung Trinity Modelle R-serie Apu Amd Embedded Markt