Mit der Einführung der
Ivy-Bridge-Plattform hat Intel grundsätzlich auch die Thunderbolt-Schnittstelle für den Desktop-Markt zur Verfügung gestellt. Bislang wurde die Schnittstelle von den Mainboard-Herstellern jedoch kaum benutzt, doch MSI wagt nun den Vorstoß.
Basis des MSI Z77A-GD80 ist, wie der Name schon erahnen lässt, der Z77-Chipsatz aus dem Hause Intel. Der Chipsatz bringt die native Unterstützung von USB 3.0 mit sich, so dass entsprechend zwei Anschlüsse auf der Rückseite des Mainboards zu finden sind. Zusätzlich hat MSI noch zwei interne USB-3.0-Anschlüsse ermöglicht. Weiterhin stehen bis zu zehn USB-2.0-Ports zur Verfügung, sowie Firewire, LAN und jeweils vier SATA-6Gbps- und -3Gbps-Ports.
Um die interne Grafikeinheit des Prozessors zu nutzen, stellt MSI dem Nutzer VGA und HDMI zur Seite. Clou bleibt jedoch die Thunderbolt-Schnittstelle, denn die ermöglicht theoretisch eine Übertragung von bis zu 10 GB pro Sekunde. Allerdings braucht es dafür dann doch die passenden Endgeräte, welche in aller Regel aktuell nicht zu finden sind. Dies dürfte dann auch der Grund sein, warum bislang die Hersteller nur zögerlich Thunderbolt auf ihren Mainboards integrieren.
Für die Overclocker der Szene bietet MSI weitere Features an wie beispielsweise OC Genie II, welche das automatische Übertakten durch Analyse des Computers erlaubt. Zudem ist auch DrMOS II dabei, was neben der Speicherüberwachung nun auch die thermische Überwachung weiterer Bauteile übernimmt und auch die Effizienz erhöhen soll. Wer selber ein wenig an den Grundeinstellungen spielen will, der darf mit einem UEFI-BIOS arbeiten, das bereits für den Einsatz von Windows 8 vorbereitet ist.
Das MSI Z77A-GD80 wird in den kommenden Tagen in den Handel kommen und wird aktuell bereits in unserer Preissuchmaschine geführt. Dort beginnt der Preis bei etwa
250 Euro. Alternativen gibt es zur Zeit kaum, nur ein
ASUS-Modell wird noch mit Thunderbolt geführt, allerdings scheint dies noch nicht am Markt angekommen zu sein.
[dk]