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Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Sonstiges | 23.05.2012, 10:32
Während der Konsum von Alkohol und Drogen stetig abnimmt scheint sich eine neue Suchtproblematik einzustellen. Dies geht aus dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor, welcher einen rapiden Anstieg der Spiel- und Onlinesucht feststellt.

So ist dem Bericht zur Folge der Anteil der rauchenden Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren um 12 Prozent gesunken. Ebenso ist der Alkoholkonsum rückläufig und ergab, dass lediglich 14 Prozent im letzten Monat fünf Gläser Alkohol konsumiert hatten. Beim Konsum weicher Drogen liegt der Anteil nur noch bei rund sieben Prozent.

Damit zeigt sich ein positiver Trend, doch die neuen Sucht-Gefahren sind schon da und ziehen die Jugendlichen in ihren Bann. Gemeint ist das Glücksspiel, welches vor allem durch das Internet immer leichter zu finden ist. Rund 86 Prozent der 10.000 Befragten nahmen an Glücksspielen teil, wobei auch Lotto mit einbezogen ist. Ebenfalls steigt der Anteil der Nutzer von Glücksspielautomaten, welche besonders gerne von jungen Männern aufgesucht werden.

Doch das Internet birgt, folgt man dem Bericht, noch weitere Gefahren. So bieten diverse Spiele eine eigene soziale Komponente und ein Belohnungssystem und sind daher für die Jugendlichen besonders geeignet eine Sucht auszulösen. Hinzu kommt die steigende Internetsucht als solches, welche durch soziale Netzwerke und andere Angebote wächst. Dieser Trend lässt sich nun seit etwa zehn Jahren beobachten.

Als Lösung gilt es verschiedene Ansätze zu finden, da die Problematik vielseitig ist. Im Bezug auf die Glücksspielautomaten fordert Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass diese in den Gaststätten deutlich reduziert werden. Gegen die Computer- und Internetsucht soll eine verbesserte Aufklärung helfen, zudem sollen die Hilfsangebote für Süchtige deutlich aufgestockt werden. Ein weiterer Fokus soll zudem auf eine bessere Einhaltung des Spieler- und Jugendschutz gesetzt werden.
[dk]







Stichworte zur Meldung: Internet Such Computer Spiele Jugendliche Bericht Drogen Alkohol
 
10 Kommentare

Re: [Sonstiges] Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Michael
(vom 23.05.2012 um 10:53)

Deckt sich doch mit der Studie, dass ein Grossteil der Jugendlichen lieber auf Sex verzichtet statt auf das Smartphone.  ;D

Mal im Ernst: nur weil jemand angegeben hat, dass er irgendwann in den weiten des Internet an irgendeinem Glücksspiel teilgenommen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass sich unter den Jugendlichen eine dramatische Internet-Glücksspiel-Sucht entwickelt. Fast jeder hat mal kostenlos bei den Online-Poker Anbietern mitgespielt. Der ein oder andere hat vielleicht auch sein Taschengeld gesetzt , aber das sind eher Einzelfälle.

Re: [Sonstiges] Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Gast
(vom 23.05.2012 um 12:10)
hmm und worauf beruhen deine erkenntnisse? hast du die studie gelesen und die reslutate überprüft und nachgerechnet. hast du einen methodischen fehler in der befragung entdeckt oder in der interpretation der resultate.

oder hast du eventuell selbst eine representative umfrage durchgeführt. 

Re: [Sonstiges] Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Gast
(vom 23.05.2012 um 14:23)

Re: [Sonstiges] Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Michael
(vom 23.05.2012 um 14:33)



Auch das nicht - habe aber genügend Internet-affine Menschen aller Altersgruppen im Familien- und Bekanntenkreis bei denen ein Hang zu Internet-Glücksspielen nicht zu erkennen ist.

Re: [Sonstiges] Immer mehr Jugendliche sind Spiel- und Online-süchtig

Rick
(vom 23.05.2012 um 15:53)
Die Webseite der Aktion Mediensucht hat mich sofort von meinem Wissensdurst geheilt herausfindenzuwollen was sich dahinter verbirgt.
Grosses Lob, funktioniert fantastisch!

Im Ernst, auch wenn ich nicht weiss ob es jemand mitbekommt, der was dran aendern kann - aber etwas Webdesign (im allerweitesten Sinne - Layouten) taete der Seite echt gut. Hierarchisch geordnete Informationen sind wichtig, eine Mauer aus Text auf der ersten Seite laedt nicht zum lesen ein.


So, und nun mach ich mir Gedanken ueber meinen Musikkonsum, und ob der nicht schon uebermaessig ist.