Schon vor Tagen munkelte man, dass NVIDIA die Computex-Messe in Taiwan nutzen wird, um die GeForce GT 640 offiziell für den Endkunden-Markt vorzustellen. Am heutigen Tag war es dann soweit, doch überraschender Weise blieb eine Vorstellung einer Variante mit GDDR5-Speicher vorerst aus. Die Leistung der GT 640 mit 2048 MByte DDR3-Speicher enttäuscht dabei auf den ersten Blick, der angezielte Preisbereich von 99 US-Dollar überrascht.
Überzeugen kann dann vielleicht die Leistungsaufnahme, denn die maximale Boardpower nennt NVIDIA für die GT 640 DDR3 mit 65 Watt. Zudem scheint sich auch diese neue Grafikkarte mit 28-nm-GPU recht günstig fertigen und entwickelt wenig Temperatur. Single-Slot Kühler lassen sich bei den Partnern recht häufig sichten. Bei der Platinenumsetzung kommt kein zusätzlicher Stromstecker zum Einsatz und die Spannungsversorgung von GPU und Speicher scheint sich jeweils über eine einzelne Phase umsetzen zu lassen.
Kein GDDR5 – die Performance leidet
Wie sich verschiedentlich lesen lässt, beabsichtigt NVIDIA vorerst keine GDDR5-Variante zu veröffentlichen, wodurch die GT 640 DDR3 mit 900 MHz GPU-Takt, etwa 1780 MHz Speichertakt und 384 Shader-Einheiten einen relativ schweren Stand in der 3D-Performance hat. Die Partner sprechen von Low-Entry-3D-Gaming. Auf die Marketing trächtige
NVIDIA GPU-Boost-Technik verzichtet der Hersteller bei diesem Produkt ebenfalls.
So quält sich die GT 640 DDR3 in den gesichteten Benchmarks meist an einer
Radeon HD 6670 mit GDDR5-Speicher und kann dieser nur selten Paroli bieten, einer betagten
GeForce GTS 450 unterliegt man vollständig.
Preisgünstig gebaut – aber hohe Preisvorstellung
In den aktuellen Preislistungen findet sich bislang lediglich ein übertaktetes Gigabyte-Modell, welches
derzeit zu 102 Euro angeboten wird. Ausgehend von der Preisempfehlung von 99 US-Dollar, sollten sich in einigen Tagen vermutlich Straßenpreise von etwa 95 Euro für nicht übertaktete Modelle einfinden. Im Hinblick auf die gebotene Leistung ist eine solche Preisvorstellung sicherlich als überzogen anzusehen. Radeon HD 6670-Modelle mit GDDR5-Speicher werden aktuell im Preisrahmen
von 74 Euro verkauft und der von AMD genannte Verkaufspreis für eine
Radeon HD 7750 liegt bei 99 US-Dollar, also genau dort, wo NVIDIA gerne agieren möchte.
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