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Crytek-Entwickler glaubt nicht an die Zukunft von Spiele-Konsolen

Spiele | 06.06.2012, 19:54
Eigentlich liest man im Internet immer wieder, dass die Spiele-Konsolen über kurz oder lang das Ende der PC-Spiele sein wird. Cryteks Entwickler Cevat Yerli hat eine andere Sicht der Dinge. Er glaubt gar, dass die nächste Konsolengeneration die letzte sein könnte. Und auch für Playstation Vita oder die kommende Nintendo Wii U beabsichtigt man aktuell keine Titel zu entwickeln.

Cevat Yerli hat das deutsche Entwicklerstudio Crytek mit aufgebaut und befand sich vor einigen Tagen im Interview mit dem International Games Magazin, in welchem er sich unter anderem auch zu aktuellen Planungen äußerte. Im Zuge dessen und der eigenen Orientierung hinsichtlich Next-Gen-Konsolen bezweifelte er den künftigen Erfolg und führte seine Vermutung ins Feld, dass die nächste Generation aus seiner Sicht vermutlich die letzte sein wird.

Als Hauptgrund für diese Annahme sieht er die aktuelle Entwicklung im Massenkonsum von Spielen. Hardcore-Spieler, welche Stunden mit Installationen und anschließendem Spielgenuß (PC-) Games spielen werden, wird es wohl auch noch künftig geben, aber die mobilen Geräte erobern aus seiner Sicht den Massenmarkt. Diese Konsumenten erwerben passende Spiele für die Gerätschaften im Bereich von 99 Cent und spielen lediglich einen kurzen Zeitraum am Tag, dies dann aber verteilt über mehrere Monate. Darum gerate die kommende Konsolengeneration durch Tablet-PCs und Smartphones und eben passende Browsergames deutlich unter Druck. Crytek selbst will für den mobilen Bereich künftig mehr machen.

Grundsätzlich glaubt er, dass im Konsolenmarkt noch Dinge möglich sind, aber die tage traditioneller Konsolen seien gezählt, da auch die Hardware immer teurer würde und damit ebenso die Produktion der passenden Spiele sich verteuern würden. Die Playstation Vita sieht man derzeit als Plattform für eigene Entwicklungen zu ungewiss an – sie habe schlicht zu spät den Markt erreicht.

Auch Streaming-Dienste sieht Cevat Yerli kritisch. Hardcore-Spieler möchten keine Kompressionsartefakte oder hohe Latenzzeiten. Ein Spiel wie Crysis zu streamen wäre in etwa so, als wenn man sich Avatar in Low-Resolution auf Youtube ansehen würde.

Das ganze Interview kann hier nachgelesen werden.


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