Im Zuge der Smartphonerevolution durch Touchscreens vor einigen Jahren, hat man sich das Problem eines fehlenden taktilen Feedbacks eingefangen. Nutzer müssen zwingend auf den Bildschirm schauen, um zu sehen welche Buttons durch ihre Finger betätigt werden. Das US-amerikanische Unternehmen Tactus Technology nimmt sich diesem Problem an und hat einen Touchscreen mit "aufblasbaren" Strukturen entwickelt.
Während Jugendliche noch vor einigen Jahren heimlich während des Schulunterrichts SMS mit einer Hand in der Hosentasche verschicken konnten, ist dies seit dem Aufkommen von Apples iPhone mittlerweile ein seltener Anblick. Aufgrund der Entwicklung des Touchscreens zum Haupteingabegerät mobiler Geräte muss zwingend mit den Augen auf den Bildschirm des mobilen Geräts geschaut werden. Den Lehrer freut es zwar, doch die Schüler bzw. Nutzer büßen dadurch einiges an Komfort ein.
Das Unternehmen Tactus Technology hat eine Lösung entwickelt, durch welche Touchscreens das bekannte taktile Feedback von Druckknöpfen erlangen sollen. Durch ein nicht näher beschriebenes mikrofludisches System können verschiedene Strukturen "aufgeblasen" werden. So kann beispielsweise über einer Bildschirmtastatur ein Raster an kleinen Bläschen erzeugt werden, durch welche man die einzelnen Tasten tatsächlich auch fühlt.
Herstellervideo
Mit technischen Details hält sich der Hersteller bisher noch zurück. Wie genau die Strukturen erzeugt werden und ob die Bildschirmtasten tatsächlich erst gedrückt werden, sobald die entsprechende Struktur eingedrückt ist, ist nicht bekannt. Allerdings stellt der Hersteller bereits für das Jahr 2013 erste Produkte in Aussicht und verspricht eine gleichbleibende Paneldicke. [ms]