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Umfassende Geständnisse von Onlineshop-Betrügern

Sonstiges | 19.06.2012, 12:56
Im Rahmen einer Verhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts Augsburg haben drei der vier Angeklagten umfassende Geständnisse abgelegt und somit über 2000 Fälle von Online-Betrug zugegeben.

Die Anklage lautet unter anderem auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug und behandelt rund 2050 Fälle, in welchen rund 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Dabei hatte die Gruppe rund 190 Online-Shops erstellt und dort Waren gegen Vorkasse angeboten. Zudem wird der Gruppe vorgeworfen in 117 Fällen die Bankdaten samt Pins für das Online- und Telefonbanking entlockt und so über 200.000 Euro erlangt zu haben.

Vor dem Gericht legte ein 36-jähriger Mann aus Bergisch Gladbach ein umfassendes Geständnis ab und erklärte, dass er die Einkaufsplattform eingerichtet hatte. Dabei gestand er auch, dass im das Ganze recht komisch vorkam, er aber aufgrund der Bezahlung blind gewesen sei. Der Gedanke an Internetbetrug sei im aber nicht gekommen. Der Lohn wurde dem Angeklagten entweder direkt übergeben oder an vereinbarten Orten hinterlegt.

Auch eine 30-jährige Angeklagte aus Steinheim gestand, dass sie die Online-Shops gestaltet und Daten eingepflegt hatte, obwohl ihr letztlich klar gewesen sei, dass keine Waren ausgeliefert werden sollten. Auch ihr ehemaliger Lebensgefährte gestand entsprechende Online-Shops erstellt zu haben und dafür rund 40.000 Euro sowie ein teures Auto bekommen zu haben.

Haupttäter ist ein 23-jähriger Mann aus Essen, welcher bislang zu den Vorwürfen schweigt. Er soll die anderen drei Mittäter mit den jeweiligen Aufträgen betraut und dabei auch das Geld verwaltet haben.
[dk]







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