In einem Interview im finnischen Fernsehen zeigte sich Nokias Vorstandsvorsitzender zuversichtlich hinsichtlich ihrer Smartphones mit Microsoft-Betriebssystemen. Dennoch gab er an, dass der Hersteller im Falle eines Scheiterns des Windows Phone auch einen Notfallplan in der Tasche habe.
Der ehemalige Handy-Riese blickt auf ein schweres Jahr 2011 zurück, in welchem die Nokia-Aktie um 80 Prozent an der Börse nachgab. Während im Smartphone-Markt praktisch nur noch Googles Android-Betriebssystem und Apples iPhone-Betriebssystem für Nachfrage sorgen, setzte Nokia angeblich zu lange auf Symbian als Betriebssystem. Nokias Konzernchef Stephen Elop traf schließlich die Entscheidung sich von Symbian als Plattform zu trennen. Auch dafür gab es Kritik. Im Interview verteidigte der Vorstandsvorsitzende Risto Siilasmaa diesen Entscheid allerdings. Symbians Marktanteile hätten sich gegen Null genähert. Ob die Entscheidung auf Microsoft-Betriebssysteme zurück zu greifen jedoch richtig war, wird ebenfalls angezweifelt. Für diesen Fall habe Nokia laut Siilasmaa allerdings auch einen Notfallplan in der Hinterhand, führte aber nicht aus, wie dieser aussehen könnte.
Aktuelle Besitzer der Nokia Lumina-Modelle, welche auf Windows Phone 7 setzten, wurden bereits von Microsoft verärgert. Der Softwarekonzern teilte mit, dass es kein Update auf das kommende Windows Phone 8 geben werde. Darunter leide angeblich auch der Absatz des Nokia Lumina 900 und der seitens Microsoft zugestandene Kompromiss, ein Update auf ein "Windows Phone 7.8", dürfte das nicht ändern.
Was den angesprochen Plan B seitens Nokia betrifft, so bliebe letztlich wohl nur ein Wechsel auf Android als Betriebssystem. Einen solchen Schritt hatte Nokia in der Vergangenheit immer abgelehnt. Hier bliebe aber auch die Frage offen, wie sich Nokia gegen die etablierte Konkurrenz seitens HTC oder Samsung durchsetzen könnte.