Wie Hersteller Samsung mitteilt, hat man in enger Zusammenarbeit mit CPU- und Controllerherstellern die industrieweit ersten Tests 16 GByte DDR4-Speichermodule für Server gestartet. Dabei handelt es sich um RDIMMs (Registered Dual Inline Memory-Modulen), welche speziell für den Servereinsatz in großen Unternehmensnetzwerken gedacht.
Samsung arbeitet derzeit weiter mit der JEDEC (Joint Electron Device Engineering Council) zusammen um entsprechende Standards für die DDR4-Technik zu verabschieden. Mit der Fertigstellung der Produktspezifikationen rechnet Samsung im kommenden August. DDR4-Module sollen dabei mit lediglich 1,2 Volt Versorgungsspannung arbeiten, während der aktuelle DDR3-Vorgänger noch mit 1,35 Volt Versorgungsspannung höher agiert. Damit wird man nicht nur eine bessere Energiebilanz mit DDR4-Speicher erreichen, sondern auch Performancesteigerungen. Im kommenden Jahr will man mit DDR4-Speichertechnik die bisherige Bandbreite von 1600 Mbit/s von DDR3-Speicher verdoppeln.
Die bisherigen DDR4-Module werden noch in 30nm-Fertigungstechnik hergestellt. Bislang habe man namhafte CPU- und Controllerhersteller mit 8- und 16-GByte-Modulen zu Testzwecken beliefern können. Bereits 2010 konnte Samsung ein erstes 2 GByte DDR4-Modul in 30 nm vorstellen, für die Zukunft sieht man als nächsten Schwerpunkt die Fertigung dieser Speichertechnik in 20 nm.
Den Massenmarkt soll die DDR4-Speichertechnik 2013 erreichen. Dann will man gar auch 20-nm-Produkte mit bis zu 32 GByte Speicher pro Modul liefern können.
[pg]