Seit Beginn der Smartphone-Ära bewegt sich Nokia im Hinterfeld und kämpft nun schon eine Weile gegen einen negativen Trend. Doch auch die jüngsten Quartalszahlen lassen keinen wirklichen Grund zur Hoffnung.
So muss das finnische Unternehmen einen Umsatzrückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal hinnehmen und erreichte somit nur noch 7,542 Milliarden Euro. Besonders schwer betroffen war dabei der Bereich
Devices & Services, welche einen rückläufigen Umsatz von 26 Prozent aufwies.
Noch deutlicher werden die Probleme von Nokia, wenn man sich den operativen Gewinn des letzten Quartals anschaut. Bereits im April bis Juni des Jahres 2011 musste Nokia in diesem Bereich einen Verlust von 492 Millionen Euro hinnehmen, in diesem Jahr belief sich der Verlust sogar auf 1,529 Milliarden Euro. Einziger Trost ist dabei, dass ein großer Teil dieser Verluste auf Abschreibungen und Sonderzahlungen zurück zuführen sind.
Etwas positiver werden die Zahlen jedoch im Vergleich zum vorherigen Quartal. So konnte das Unternehmen im Vergleich zu den ersten drei Monaten diesen Jahres ihren Umsatz um drei Prozent steigern und auch die Absatz der Handys stieg um ein Prozent.
Dennoch steckt Nokia in einer schweren Krise, wobei man große Hoffnung auf die Lumia-Smartphones und auf Windows 8 setzt. Konzernchef Stephen Elop kommentierte die Zahlen lediglich damit, dass das zweite Quartal für Nokia sehr schwierig war, die Zukunft bleibt aber weiterhin ungewiss.
[dk]