Im Patentstreit zwischen Apple und Samsung läuten die Amerikaner nun die zweite Runde ein und verklagen die südkoreanischen Konkurrenten auf Schadensersatz in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Schon kommende Woche soll der Prozess im amerikanischen San Jose beginnen.
In zahlreichen Ländern hatte Apple versucht ein Verkaufsverbot des Samsung Galaxy Tab 10.1 zu bewirken, doch erfolgreich war man nicht in allen Ländern. So
entschied das britische Gericht, dass Samsung längst nicht den gleichen Coolness-Faktor aufweist wie Apple, weshalb hier ein Verstoß nicht ersichtlich sei. Als Zusatz muss Apple in Großbritannien nun auch noch
Werbung für Samsung machen.
In Deutschland war Apple eigentlich schon erfolgreich gewesen und erreichte im letzten Jahr ein
Verkaufsverbot beim Landgericht Düsseldorf. Doch die Koreaner wehrten sich erfolgreich und präsentierten in der
Berufung das
Galaxy Tab 10.1N*, welches von der Berufungsinstanz auch durchgewunken wurde. Das Glaxy Tab 7.7 ist hingegen in ganz Europa nicht erhältich.
Anders verhält sich die Sachlage in Amerika, denn hier hatte die Richterin Lucy Koh der Klage von Apple
stattgegeben und ein Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy 10.1 erwirkt. Auf Grundlage dieses Urteils baut Apple nun auch ihre Schadensersatzforderung in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar auf, davon sollen rund 500 Millionen US-Dollar auf den entgangenen Gewinn zurück zuführen sein.
Ob
Apple* mit der Klage erfolgreich sein wird, ist noch offen und die Experten bezweifeln, dass die Schadensersatzforderung so ohne weiteres durchgehen wird. Zudem sollte auch eine solche Strafzahlung für
Samsung* keine wirkliche Gefahr bedeuten, außer dass der Gewinn etwas beeinträchtigt wird.
[dk]