Durch die Near Field Communication (NFC) soll den Anwendern das alltägliche Leben deutlich erleichtert werden. Doch nun stellte sich heraus, dass NFC durch einfache Manipulation ein Sicherheitsrisiko für Android- und auch Nokia-Smartphones sein kein.
Entsprechende Ergebnisse präsentierte Charlie Miller auf der Blackhat Konferenz in Las Vegas und veröffentlichte damit seine Ergebnisse mit der Schnittstelle nach rund neun Monaten Arbeit. Dabei offenbarten sich zahlreiche Angriffsmöglichkeiten über die Funkschnittstelle NFC, welche durch manipulierte Kommandos ermöglicht werden.
So zeigte Miller beispielhaft, wie er via manipulierten NFC-Signal ein Android-Smartphone übernahm. Dabei spielte er durch eine Sicherheitslücke in der Beam-App einen Link, ein welcher durch das Gerät im Browser geöffnet wurde. Die Adresse führte dann den restlichen Schadcode aus. Das Nokia N9, welches mit Meego arbeitet, weist das Problem auf, dass es Bilder und Dateien direkt ausführt, welche über NFC verschickt werden. Die entsprechenden Anwendungen haben zahlreiche Schwachstellen, welche Miller für die Übernahme des Smartphones ausnutzte.
Grundsätzlich scheint nicht die Funkübertragung via NFC das Problem zu sein, sondern vor allem die Applikationen, welche diese Technik nutzen. Dies bedeutet aber auch, dass die Entwickler verstärkt auf die Schließung etwaiger Sicherheitslücken achten müssen. Allerdings dürfte dies, insbesondere bei kostenlosen Anwendungen, auch eine Frage der Finanzierung sein. Trost finden die Anwender jedoch in der Tatsache, dass etwaige Angriffe nur aus wenigen Zentimetern Entfernung erfolgen können.
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