Wie bekannt ist, konnte NVIDIA seine ursprünglichen Pläne zur Markteinführung der GeForce GTX-600-Modelle in 28-nm-Fertigung, nicht zeitgerecht umsetzen. Die für 2011 geplante Einführung erfolgte erst am Ende des ersten Quartals 2012. Und bislang war der Hersteller noch nicht in der Lage seine Produktpalette zu komplettieren. Mit dem Flaggschiff GK110 wird erst im Dezember 2012 gerechnet – jedoch erst einmal nur für den professionellen Einsatzbereich. Damit verzögern sich natürlich auch die weiteren Chip-/Produktplanungen. Die GTX-600-Refresh-Serie soll damit angeblich erst im März 2013 starten. Die GPU mit Codenamen Maxwell soll gar erst 2014 den Markt erreichen.
In der Tat hinkt NVIDIA mit seiner aktuellen Serie ein wenig hinterher, zumindest was die offiziellen Markteinführungen betrifft. Bislang finden sich im Markt lediglich die GK104-Ableger mit Namen
GTX 690,
680,
670 und
660 Ti. Darüber hinaus finden sich GK107-Produkte derzeit im mobilen Segment und in Form der
GT 640 im Dektop-Einsteiger-Geschäft.
Die Aussichten
Auf weitere GK107-Ableger, den GK106 oder gar den GK110 wartet man bislang vergeblich. Bisherigen Gerüchten zufolge wird der Hersteller im September mit Grafikkarten der 650-Serie aufwarten, auf das Flaggschiff GK110 muss man aber angeblich noch bis Dezember warten. Ein Start soll dann erst einmal auch im Profi-Bereich erfolgen – wann ein Desktop-Ableger folgen wird, ist noch nicht sicher.
Dies alles erklärt letztlich dann auch, warum es bei weiteren NVIDIA-Produkten zu Verzögerungen kommen wird, was die Kollegen der
VR-Zone aus internen Quellen erfahren haben wollen. Die Stufe nach der GeForce-GTX-600-Serie wird die GTX-700-Serie werden, ein Refresh-Chip, welcher auf der bisherigen Fertigung und Architektur basieren wird. Die Refresh-Generationen zeigen sich dann häufig energieeffizienter und / oder leistungsfähiger. Laut der aktuellen Berichterstattung sei wohl mit einer GeForce GTX 780 frühestens im März 2013 zu rechnen. Seitens NVIDIA wurde bislang schon bestätigt, dass man den in 20 nm gefertigten Maxwell-Kern erst im ersten Halbjahr 2014 sehen wird. Maxwell soll dabei die erste GPU werden, welche zusätzlich einen 64-bit-ARM-Prozessor integriert hat.
Die To-Do-Liste
Angeblich will NVIDIA die Zeit zwischen der Vervollständigung der aktuellen GTX-600-Produkt-Linie und der kommenden GTX-700-Familie dahingehend nutzen, die Produktionsausbeute zu verbessern. Mit diesem Schritt will man beim GTX-600-Refresh sogleich alle Märkte, vom Mobilen- über den Desktop- bis hin zum Profi-Markt, bedienen können. Und das scheint auch bitter nötig. Nach unseren internen Informationen ist NVIDIAs Produktionsausbeute im aktuellen 28-nm-Herstellungsprozess bei TSMC noch immer kläglich und bessert sich nur langsam.
Das ist auch der Grund dafür, dass NVIDIA aktuell bereits vier GK104-Ableger in Folge ins Endkunden-Geschäft schickte. Vor allem geht die schlechte Ausbeute zu Lasten von NVIDIAs Kosten, denn die bei TSMC georderten Wafer muss NVIDIA komplett bezahlen. Es bleibt die Frage offen, welche Optimierungsmöglichkeiten NVIDIA an diesem Punkt hat. Dass die Probleme nicht ausschließlich bei TSMC liegen dürften, dafür spricht das (fast) komplette Produktangebot seitens AMD in 28-nm-Fertigung.
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