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Re: [Wirtschaft] Western Digital - hart getroffen, aber wieder zurück an der Spitze | |
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| Drohne
(vom 09.09.2012 um 12:24) |
Abseits des Wahrheitsgehaltes dieser Medlung: wie hart muß es ein UNternehmen getroffen haben, wenn es nach einer Periode von nur fast 12 Monaten Rekordzahlen einfährt und seine Monopolstellung weiter ausbauen kann? Zerlegt in Einzelteile ist die Geschichte um dieses kleine Hochwasser sicher interessant und aus den zusammenhanglosen Einzelteilen läßt sich gewißt eine tolle Erfolgsgeschichte basteln. Trotzdem, man muß nicht aus einem gewissen pol. gefärbten Lager kommen, um das Zerrbild dieser "Erfolgsgeschichte" zu entlarven, wenn man die "Einzelteile" aristotelisch/platonisch als mehr als nur die Einzelteile betrachtet! Und das stinkt. Der US ameriknaische Konzern hat unter der Hand gezeigt, daß es egal ist, was passiert und welche Preise man fordert, der "Markt" zahlt jeden(!) Preis. Eine kleine "Katastrophe" hier, eine dort (unabhängig, ob es sich um natürliche oder anthropogene Katastrophen handelt) verhilft also nach "schwerster Schädigung" einem Konzern zu Rekordpositionen in allen Lebenslagen des Wirtschaftsgeschehen? Ich bin beeindruckt - nicht von WD, von der bereits de facto vorhandenen Abhängigkeit von WD. Denn nichts anderes belegen doch diese berichteten Fakten. Oder sehe ich das falsch und naiv? Was mich verwundert ist, daß diese "Katastrophe" den SSDs keinen größeren Vorschub geleistet hat. Sicher sind SSDs noch um Größenordnungen von Plattenkapazitäten entfernt, auch deren Lebensdauer ist noch bescheiden. Doch hätte ich vermutet, daß im Sektor der Betriebssystemplatten, die meistens eine recht bescheidene Kapazitat benötigen, aber schnell sein sollen, ein flutbedingt stärkerer Anreiz zugunsten der SSDs erfolge. Nichts dergleichen. Oder ist das eine naive Spekulation meinerseits? |
Re: [Wirtschaft] Western Digital - hart getroffen, aber wieder zurück an der Spitze | |
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| Robert
(vom 09.09.2012 um 14:25) |
Jap, denn durch höhere Plattenpreise sinken nicht automatisch die SSD-Preise. SSD-Preise sinken höchstens spürbar bei höheren Verkäufen. Da die SSDs aber immer noch pro GB spürbar teurer sind, hat ein potentieller Kunde immer noch keinen Anreiz bei etwas höheren Plattenpreisen zu nochmal deutlich teureren SSDs zu greifen. SSDs kauft, wer Performance braucht. Die meisten brauchen aber einfach nur Speicherplatz. Das ist nicht ganz korrekt. Es hat für WD nur deswegen funktioniert, weil die anderen beiden großen Hersteller ebenfalls Preissteigerungen hatten. Ein einzelner Hersteller kann nicht vom Markt jeden beliebigen Preis abrufen, solange er kein Alleinstellungsmerkmal für den Kunden hat. Der Markt nimmt dann das, was für ihn am Preis-Leistungs-günstigsten ist. Das das Unternehmen schwer getroffen wurde und jetzt Rekorde einfährt widerspricht sich in meinen Augen auch nicht. Die Wiederherstellung der Produktionsfähigkeit ist ein Problem, was sich durch Geld und etwas Zeit lösen lässt. Die angezogenen Marktpreise sorgen dann ab einem bestimmten Punkt für die finanziellen Erfolge. Die anderen beiden Hersteller werden ebenso gut was in die Kasse bekommen haben. Ein Monopol ist auch angesichts eines Marktanteils von unter 50% auch nicht zu sehen. Man könnte höchstens von einem Oligopol sprechen. |
Re: [Wirtschaft] Western Digital - hart getroffen, aber wieder zurück an der Spitze | |
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| Hübie
(vom 10.09.2012 um 07:47) |
Das liest sich ja schön philosophisch, aber es geht hier nur um das Geschäft mit HDDs - nicht um eine Verschwörung der Regierung. Stelle dir mal das Szenario vor: Die Flut lässt die Preise völlig kalt, die Produktion ist im Keller und die Lager ausverkauft. Was dann? Mit hohen Preisen schreckst du wenigstens noch die "Datenmessie"-Käufer ab und kannst zumindest OEM und Serverbetreiber bedienen. Des weiteren solltest du mal die Preisentwicklungen von HDDs ansehen. Selbst wenn eine Fabrik nicht oder nicht stark von der Flut betroffen war zogen auch dort die Preise für etwa zwei Monate saftig an. Seit März ist aber ein stetiger (Preis-) Rückgang verzeichnet. So läuft es nun mal in der Wirtschaft. Angebot in Relation zur Nachfrage bestimmen den Preis. Des weiteren kannst du die Absatzmengen der SSD-Controller-Hersteller wie Marvell und SandForce (LSI) einsehen um festzustellen, dass die regelrecht "boomen". Das ist ein Indiz für immer weitere Verbreitung von SSDs. Richtig gekauft und eingesetzt halten die auch gerne mal 5 Jahre, ws für den Heimanwender ausreichend ist. ...just my 2 cents ;) LG Hübie Also alles in Allem übertreibst du mir etwas zu sehr ;) Wobei du im Grundsatz nicht falsch liegst. |