Eigentlich sollte der Verkaufsstart des iPhone 5 ein guter Tag für Apple darstellen, doch das mag mancher unterschiedlich beurteilen. Kamen als erstes Beschwerden der Kunden über halbfertiges Kartenmaterial ins Gespräch, gesellen sich nun auch noch Meldungen zu Problemen in der Verarbeitungsqualitität des neuen Smartphones dazu. Nun ist auch noch das Landgericht Mannheim gegen eine Apple-Patentklage und "böse Schweizer" stellen wieder die Frage: "Wer hat's erfunden?". Die Schweizer Bundesbahnen werfen Apple nämlich Ideenklau vor.
Das
Warten der Apple-Fanngemeinde vor den Geschäften hatte heute ein Ende, denn der Verkaufsstart hatte am heutigen Morgen begonnen. Die Camper konnten nun also offiziell ihre Zelte abbrechen und das Gros der Masse ging wohl erst einmal zufrieden mit dem jüngsten "Kult-Produkt" der Marke Apple zurück. Doch schon vor dem heutigen Tag und nun noch verstärkt, gab
es Klagen über die neue Navigationssoftware.
Die "Schatzkarte"
In Zwistigkeiten mit Google trennte sich
Apple* von Google-Maps und präsentierte eine neue Software, welche von der Basis her von TomTom stammt. Die Vorstellung scheint jedoch einer brauchbaren Navigationssoftware nicht im Ansatz nahe zu kommen. Apple muss nachbessern, schiebt das ganze erst aber einmal auf die
lange Bank:
"Wir haben den neuen Kartendienst mit dem Wissen veröffentlicht, dass es eine große Aufgabe ist und wir erst am Anfang stehen."
Die Liste von Fehlern in der Software
mehrt sich und es bleibt abzuwarten, ob Apple an dieser Stelle wirklich abwarten wird, bis die Anwender zur Beseitigung beitragen, oder ob letzten Endes doch wieder ein Schwenk zu Google Maps erfolgen wird.
Ein iPhone hat weiß zu sein – Verarbeitungsprobleme?
Darüber hinaus werden zum
iPhone 5* aktuell Stimmen laut, welche von Problemen in der Verarbeitungsqualität sprechen. Dabei bezieht man sich auf die iPhone-Ausführung in schwarz und deren Lackierung. Diese soll insbesondere an den äußeren Rundungen recht empfindlich sein und leicht abplatzen. Den Aussagen folgen aktuell offenbar auch einige erste Besitzer, sowie andere Tester des Gerätes. Ein Käufer, welcher die Mängel im Laden reklamiert habe, konnte aber nach
angeblich 30 ausgepackten iPhone-5-Geräten kein perfektes Modell erblicken.
Bildquelle
Betroffen sind an diesem Punkt aber wohl nur die schwarzen iPhone-5-Geräte, da die weiße Version dort über keine Lackierung, sondern über einen silbernen Rahmen verfügt. Aber wer kauft auch schon ein schwarzes Apple-Gerät?
Wer hat denn nun die Geschmacksmuster erfunden?
Sicherlich haben die Schweizer sich eher weniger Gedanken um Geschmacksmuster gemacht. Apple hat eigentlich die Thematik Geschmacksmuster im Patentstreit mit Samsung in den USA auf den Tisch gebracht und damit Erfolge verzeichnen können. Danach sollte sich der Hersteller eigentlich relativ gut mit der Thematik auskennen.
Das dachten sich offenbar auch die Schweizer – insbesondere die Eigner der Schweizer Bundesbahnen – welche verblüfft ein Replikat des Designs der Schweizer Bahnhofsuhren im jüngsten Apple-Betriebssystem auf
iPad* und iPhone erblicken durften.
Bildquelle
Der Zwist dreht sich um den unverwechselbaren Sekundenzeiger der Anzeige, welcher in rot gehalten ist und vom Designer Hilfiker und dem Uhrenbauer Mobatime einer Schaffnerkelle nachempfunden wurde. Wer nun denkt, dass man sich hier über Kleinigkeiten ärgert, der irrt. Dieses Design wird in der Tat bei Uhren seit Jahren zu Grunde gelegt und ist zu lizensieren – auch wenn das ursprünglich Design bereits 1944 entworfen wurde.
Die SBB (Schweizer Bundesbahnen)
erwarten nicht weniger nun von Apple, denn als Rechteinhaber habe man die Übernahme dieser Applikation im neuen iOS nicht genehmigt. Rechtlich, wie auch finanziell soll hier eine Einigung her – das dürfte Apple natürlich aktuell nicht zusagen. Mit dem Problem wird man sich aber wohl auseinandersetzen müssen.
Nicht alle Prozesse um Nichtigkeiten kann man gewinnen
Es herrscht ein wahrer, weltweiter Krieg um Patente im Mobil-Telefon-Sektor – oder nennen wir das ganze doch lieber Smartphone. Die Hauptstreithähne sind die beiden großen Marktführer Apple und Samsung und gelegentlich werden dabei natürlich weitere Hersteller mit in die Patentstreitigkeiten gezogen. Und mal gewinnt man, mal verliert man. Während Apple in den USA einen
wichtigen Prozess gewonnen hat, haben die Richter des Landgerichtes Mannheim entschieden, dass weder Motorola, noch Samsung eine der von Apple vorgetragenen Patentverletzungen begangen habe.
In diesem Patentvorwurf ging es um die Art und Weise, wie Eingaben auf dem Touchscreen umgesetzt und weitergeleitet werden. Bereits in Großbritannien hatte Apple keinen Erfolg mit einer ähnlichen Klage.
[pg]