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Facebook stoppt vorerst Gesichtserkennung

Internet | 22.09.2012, 09:16
Die umstrittene Gesichtserkennung von Facebook ist den Datenschützern in Europa von Beginn an ein Dorn im Auge gewesen, auch weil der Betreiber seine Nutzer nicht um Erlaubnis fragte, sondern sie einfach einführte. Nun aber reagierte man im Hause des sozialen Netzwerkes und hat den Dienst vorerst gestoppt.

Die Funktion, welche in Deutschland unscheinbar Markierungsvorschläge für Fotos genannt wird, wird ab sofort in Europa abgeschaltet. Gleichzeitig versprach man den Datenschützern in Irland, dass man alle bis dahin mit dem Dienst gewonnen Daten bis zum 15. Oktober wieder vernichten wird.

Die Funktion, welche 2010 eingeführt worden war, geriet vor allem deswegen in die Kritik, weil Facebook diese ohne vorherige Ankündigung und ohne Genehmigung der Nutzer eingeführt hatte. Problematisch ist dabei die Tatsache, dass der Dienst für seinen Abgleich biometrische Daten sammelt und speichert. Dies, so sind sich die europäischen Datenschützer einig, darf nur mit vorheriger Genehmigung der Anwender geschehen.

Insgesamt zeigten sich die Datenschützer recht zufrieden mit dem Verhalten von Facebook in der letzten Zeit, denn beim sozialen Netzwerk ist man aktuell recht kooperativ und geht auf die Kritik ein. Im Hinblick auf die Gesichtserkennung ist das Thema allerdings nicht vom Tisch, denn aus dem Hause Facebook ist zu hören, dass man die Funktion möglichst bald wieder einführen will.
[dk]







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