Nachrichten

AMDs kommende GPUs segeln bei den Sea Islands, Volcanic Islands und Pirates Islands

Grafik | 22.09.2012, 09:55
Den Kollegen der VR-Zone scheint eine AMD-Roadmap in die Hände gefallen zu sein, welche Aufschluss über die Codenamen der kommenden AMD-GPU-Familien gibt. Auf Basis dieser Informationen spekulieren unsere Partner vom 3DCenter über die Produktionslage wie sie sich aktuell darstellt und vielleicht einmal sein könnte.

Bereits 2009 entschied AMD alle kommenden Chips mit Codenamen zu versehen, welche an Inseln oder Insel-Gruppen erinnern. Die ersten Radeon-HD-6000-Karten gehörten zu der "Northern Islands"-Familie und wurden Ende 2011 von den "Southern Islands" mit Graphics-Core-Next-Architektur in Form der Radeon HD 7000 abgelöst.

Vulkan- und Pirateninseln voraus

Darauf folgen sollen laut Gerüchten der VR-Zone die „Sea Islands“ mit ebenfalls 28 nm kleinen Transistoren und lediglich optimierter Architektur – also ein sogenannter Refresh-Chip. 2014 soll dann die 20-nm-Fertigung an den Start gehen und deren GPUs gehören dann zur Familie der „Volcanic Islands“. Abermals ein Jahr darauf – 2015 also – wir es dann den darauf basierenden "Refresh" der GPUs als „Pirates Islands“ geben.

Mit dem Wechsel vom derzeitigen 28-nm-Prozess hin zum 20-nm-Prozess könnte man laut 3DCenter 80 bis 100 Prozent mehr Performance den neuen GPUs unterstellen. Aber wie üblich zu Beginn der einer neuen Fertigung ist auch mit schlechter Ausbeute zu rechnen und daraus resultieren zu erwartende, höhere Preise. Wie schwierig es werden kann die Fertigung in den Griff zu bekommen konnte man in diesem Jahr gut nachvollziehen. So ist NVIDIA erst kürzlich mit den Mainstream- und Performance-Produkten seiner Kepler-Architektur am Markt angetreten. Die großen NVIDI-GPUs wurden dagegen erst Ende des ersten Quartals 2012 vorgestellt. Dies lässt auf Fertigungs- bzw. Kapazitätsschwierigkeiten schließen die mit dem neuen Prozess einher gingen. Spannend wird es ohne hin da AMDs Ausblick in das Jahr 2015 sehen lässt dass man Prozessor und Grafik so integrieren möchte, dass beide kohärenten Speicher nutzen.

Neue Auftragsfertiger braucht das Land?

Die aktuelle Lage bezüglich der Auftragsfertigung und deren Ausbeute gibt den Kollegen von 3D-Center und VR-Zone Anlass zu Spekulationen, beispielsweise ob man in Zukunft auch bei anderen Auftragsfertigern herstellen lässt. Schaut man sich die aktuelle Marktlage der in 28 Nanometer gefertigten Grafikprozessoren an, ist es durchaus möglich dass beide großen Hersteller bereits versuchen anderweitig Fertigungskapazitäten zu sondieren. In den vergangenen Jahren kam es bei TSMC immer wieder zu Kapazitätsengpässen beim Wechsel auf die nächst kleinere Strukturbreite oder zu schlechter Chipausbeute, was jeweils zu Lasten von AMD und NVIDIA ging.

Neben TSMC stünden zukünftig eventuell Global Foundries, IBM oder Samsung zur Wahl. Jedoch hat keiner dieser Giganten Erfahrung mit so komplizierten Fertigungstechniken wie sie die Herstellung eines Grafikchips erfordert. Denn hier ist eine deutlich erhöhte Packdichte (Transistoren pro Quadratmillimeter) zu realisieren als beispielsweise bei SoC für Smartphones oder Tablets.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass der rein spekulative Wechsel, nicht prompt erfolgen könnte, sondern begleitend stattfinden muss. So wäre ein denkbares Szenario, dass man eine kleinere Variante eines Refresh-Grafikchips zusätzlich in andere Produktionsstätten auslagert. Damit entgingen AMD oder NVIDIA dem Risiko unwirtschaftlich zu agieren, falls es zu massiven Problemen kommt, aber gäben gleichzeitig einem anderen Herstellern die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und den Prozess weiter zu optimieren.
Autor: Marcel
[pg]







Stichworte zur Meldung: Islands Pirates Volcanic Island Sea Gpu Amd Codenamen