Im August sprachen US-Geschworene Samsung im Patentstreit mit Apple für schuldig und verdonnerten den Konzern zu einer Strafzahlung von über einer Milliarde US-Dollar. Wie nun zu erfahren ist, hält Apple dies für zu wenig und fordert weitere 700 Millionen US-Dollar. Samsung hingegen fühlt sich ungerecht behandelt und strebt eine Neuverhandlung an.
Laut Samsung habe man von Gericht nicht genügend Zeit erhalten seine Verteidigung ausreichend vorzubereiten. Es habe Einschränkungen und Ablehnungen bei den Beweismitteln gegeben, ebenso wie bei den Zeugen. Im Nachgang zum Prozess wurde gar die Entscheidung der Geschworenen in Frage gestellt – auch von der Presse. Samsung erwartet daher einen neuen Prozess mit ausreichender Vorbereitungszeit und einer gerechten Behandlung.
Aus Gerichtsunterlagen gehe hervor, dass
Apple* die verhängte Strafzahlung von 1,05 Milliarden US-Dollar nicht für ausreichend hält, die begangenen Patentverletzungen abzudecken. Man fordert eine weitere Zahlung von 700 Millionen US-Dollar von Samsung unter anderem darum, weil der Kontrahent die Patente mutwillig verletzt habe. Gleichzeitig forderte Apple ein Verkaufsverbot für 29 Samsung Geräte im US-Markt.
Bislang ist die ausgesprochene Strafzahlung von rund einer Milliarde US-Dollar von der Richterin noch nicht offiziell bestätigt worden. Für die neuen Anträge der beiden Unternehmen sind Anhörungen für den 6. Dezember angesetzt worden.
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