Samsung schickt eine neue SSD-Familie ins Rennen. Die Serien 840 und 840 Pro gehen dabei mit einem neuen, eigens entwickelten Controller an den Start, welcher hohe Performance liefern soll. Zudem kommen Flash-Speicher-Chips in 21-nm-Technik zum Einsatz, welche entweder auf TLC- oder MLC-Technik setzen.
Basis der neuen 840-Serie stellt der von Samsung selbst entwickelte MDX-Controller, welcher auf ARM-Cortex-R4-Basis hohe IOPS verspricht. Laut dem Hersteller sollen 100.000 IOPs beim Lesen und immerhin noch 90.000 beim Schreiben erreicht werden. Die Samsung SSD 840 soll eine maximale Übertragungsrate von 330 MByte pro Sekunde beim Schreiben erreichen, die 840-Pro-Serie immerhin 520 MByte pro Sekunde.
Bei der Pro-Serie setzt Samsung auf 21-nm-Flash-Speicherchips im MLC-Verfahren (Multi-Level Cell) – derzeit üblich und gängig, bei der normalen 840-Serie kommen allerdings TLC-NAND-Flash-Chips (
Tripel-Level-Cell) zum Einsatz. Letztere schneiden nicht nur in ihrer Performance ein wenig schlechter ab, sie besitzen auch eine etwas geringere Lebenserwartung bezüglich der Schreibzyklen. Zwar haben bislang bereits viele Hersteller über TLC-NAND-Flash-Speicher bei SSDs zu Gunsten der Preise gesprochen, doch ist Samsung aktuell der erste Hersteller, welcher solche Produkte nun in den Markt entlässt. In einer
Micron-Gegenüberstellung empfiehlt der Chiphersteller für SSDs jedenfalls nicht den Einsatz von TLC-basierenden Chips. Samsung – ebenfalls Fertiger von Speicherchips – sollte wissen was man tut. Sollte Samsung damit Erfolg haben, ist man dem Ziel Solid State Discs mit mehr Speicherkapazität günstiger zu gestalten, einen Schritt näher gekommen.
Mitte Oktober sollen die neuen
Samsung* SSDs den Markt erreichen. Die 840-Serie wird es dabei mit Kapazitäten von 120, 250 und 500 GByte geben, die 840-Pro-Serie soll über Modelle mit 128, 256 und 512 GByte verfügen. Die unterschiedlichen Größen dürften dabei den verschiedenen NAND-Chips geschuldet sein, wobei man unterstellen darf, dass sich Samsung bei den TLC-basierenden Modellen eben etwas mehr "Platz" in der Hinterhand für mögliche, ausfallende Zellen hält.
Die zu erwartenden Preise sind derzeit noch nicht final. Die Pro-Serien sollen zu im Bereich von 150 Euro (128 GByte), 270 Euro (256 GByte) und 580 Euro (512 GByte) kosten. Die reguläre 840-Serie wird mit etwa 105, 200 und 450 Euro etwas günstiger.
Update 24.09.2012:
Unsere Partner von der PC Games Hardware haben aktuell bereits einen
Test zu den neuen Modellen zu bieten und stimmen ein zuversichtliches Urteil an.
[pg]