Aus einem EVGA-Forum gibt es aktuell Hinweise seitens des Herstellers, dass NVIDIA in seinen Richtlinien wohl verbiete, dass man in die Spannungen der GeForce-GTX-600-Modelle eingreift. Betroffen ist davon EVGAs "Bot" – eine Hardwareerweiterung, welche der Hersteller unter anderem mit der
GTX 680 Classified angeboten und vertrieben hat. Mittels diesem war es möglich die Spannung dieser GeForce GTX 680 zu erhöhen. Inzwischen hat EVGA den Bot aus dem Lieferumfang entfernt.
Grundlegend stellte der EVGA Bot natürlich mit ein Zugpferd für die GTX-600-Serie des Herstellers dar, denn aktuell gibt es (fast) keine Möglichkeit die GPU-Spannungen dieser Grafikkarten-Familie mittels Softwareeingriff zu verändern. Dieses Stück Hardware mit Namen Bot wurde dabei über ein Kabel mit der EVGA-Classified verbunden und darüber gelang dann der Eingriff in die Spannungserhöhung.
Nachdem ein Anwender im EVGA-Forum bezüglich des fehlenden Bots nachfragte, erklärte ein Mitarbeiter, dass ein Eingriff in die Spannungen nicht den NVIDIA-Richtlinien bezüglich des Verkaufs von GeForce-GTX-Produkten entspricht und damit untersagt sei. Daran hält sich EVGA offenbar ab sofort.
Einen weiteren Hersteller könnte es dabei jedoch ebenfalls treffen, nämlich MSI, welche mit ihrer
GeForce GTX 660 Ti Power Edition die bislang einzige, uns bekannte GTX-600-Grafikkarte anbieten, bei welcher eine Spannungsveränderung mittels der Software MSI Afterburner möglich ist. Hier dürften unter Umständen also auch "Änderungen" ins Hause stehen.
Im Ergebnis bleibt allerdings festzuhalten, das beide Lösungen – sei es der EVGA Bot, oder die MSI-Power-Edition-Umsetzung, in der Praxis zu keinen brauchbaren Resultaten führten. Die Anhebung der Spannungen und der Taktraten führte in den meisten Fällen schlicht dazu, dass NVIDIAs Limitierung – das
Power Target – erreicht wurde und die Taktraten und Spannungen dann automatisiert reduziert wurden. Von daher mag diese
NVIDIA-Richtline vielleicht zu verschmerzen sein.
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