Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur dapd konnte sich Google im Zwist um Google Books mit dem Verband der Amerikanischen Verleger einigen. Vorangegangen waren Pläne des Unternehmens mit Google Books die weltweit größte digitale Sammlung von Büchern zu bieten. Dazu ließ der Konzern über 20 Millionen Bücher scannen und dies führte letzten Endes zur Auseinandersetzung mit den Autoren und Verlegern.
Der Verband Amerikanischer Verleger (Association of American Publishers) und Google gaben heute bekannt, dass man die Auseinandersetzungen um dieses Google-Projekt beigelegt habe – nach immerhin sieben Jahren. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärt man, sich außergerichtlich verglichen zu haben. Danach steht es den Verlagen nun frei, ob sie Werke Google-Books zur Verfügung stellen oder ob Google diese aus der Sammlung entfernt. Erlaubt der Verlag die Veröffentlichung, steht ihm gleichzeitig eine digitale Kopie des Werks für eigene Zwecke zu. Über weitere Bestandteile der Vergleichsvereinbarung haben die beiden Parteien Stillschweigen bewahrt.
Mit dieser Einigung ist allerdings noch nicht die Sammelklage der Autoren-Vereinigung (Authors Guild) gegen Google vom Tisch. Auch diese haben dem Unternehmen Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Sollte hier ein Urteil gegen Google erfolgen, sähe sich das Unternehmen schnell mit Strafzahlungen in Milliardenhöhe konfrontiert. Man darf vermuten, dass Google versuchen wird auch mit der Authors Guild einen Vergleich zu schließen. [pg]