Aktuell sieht das Geschäft beim Smartphone-Spezialisten HTC nicht wirklich gut aus und nun scheint der Hersteller erste Konsequenzen zu ziehen. So kündigte man in einem Interview an, dass man sich aus dem Geschäft mit den Tablet-PCs zurück ziehen und mit sofortiger Wirkung den Verkauf entsprechender Geräte einstellen wird.
Dies sagte der HTC-Sprecher Jeff Gordon in einem Interview mit den amerikanischen Kollegen von Fierce Wireless. Dort bestätigte Gordon, dass der Verkauf der Geräte Evo View 4G, Flyer und Jetstream bereits eingestellt worden sei. Im europäischen Markt ist HTC lediglich mit dem Flyer unterwegs. Ein Rückzug aus Europa wurde zwar bislang offiziell nicht angekündigt, er gilt jedoch als recht wahrscheinlich.
Als Begründung für die Einstellung der Bemühungen im Tablet-Markt gibt HTC-Sprecher Gordon an, dass die Dominanz von Apple, aber auch anderer Hersteller, zu groß sei. Zudem seien die eigenen Produkte schlicht zu erfolglos, so dass der Rückzug die logische Konsequenz sei. Gordon deutet jedoch auch an, dass ein späterer Einstieg in das Geschäft mit den Tablet-PCs durchaus denkbar sei, vorerst werde sich HTC aber im mobilen Bereich auf das Geschäft mit den Smartphones konzentrieren.
Auch im Kerngeschäft mit den
Smartphones* kämpft der Hersteller aktuell gegen den wachsenden Druck der Konkurrenz und vor allem gegen eine sinkende Nachfrage, welche sich in rückläufigen Gewinnen niederschlägt. So musste man mit den kürzlich veröffentlichten
Quartalszahlen einen Rückgang des Gewinns von fast 80 Prozent hinnehmen und auch die Einnahmen fielen um gut 50 Prozent. Um dem Trend der sinkenden Nachfrage entgegen zu wirken, wird
HTC* nun die Bemühungen auf das Smartphone-Segment konzentrieren.
[dk]