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Wikileaks verprellt Verbündete durch offensive Spendenaufrufe

Internet | 15.10.2012, 10:40
Während Julian Assange weiterhin im Zielfeuer verschiedener Regierungen steht und sich dort vor Gerichten verantworten muss, gerät seine Plattform Wikileaks bei seinen eigentlichen Verbündeten immer stärker in die Kritik. Vor allem die aufdringlichen Spendenaufrufe der jüngsten Zeit sorgt für Unmut bei den Freunden des freien Internets.

So erklärte Assange die Präsidentschaftswahl in den USA als Nebensache und startete die Kampagne Wählen Sie Wikileaks. Inhaltlich deutet man an, dass das Kreuz bei Obama oder Romney keinen Unterschied mache, und dass man letztlich keine Wirkung erziele. Stattdessen solle man mit der Brieftasche wählen und sich für Wikilekas entscheiden. Mit 10 US-Dollar oder auch mehr wäre dies die richtige Wahl

Doch die Kampagne erscheint schon fast harmlos, wenn man die andere Methode auf der Seite beobachtet. So veröffentlicht Wikileaks seit geraumer Zeit die E-Mail der Sicherheitsfirma Stratfor, welche für die amerikanische Regierung arbeitet. In der sogenannten Presidential Campaign Release geht es häufig um die Präsidentschaftskandidaten und deren Parteien, doch nicht selten sind die Inhalte reiner Meinungsaustausch zwischen Mitarbeitern des Unternehmens, welche wirklich brisante Informationen vermissen lassen.

Um diese eher spärlichen Informationen zu erhalten muss der Besucher jedoch erst einmal zum Inhalt der jeden Mittwoch erscheinenden Veröffentlichungen kommen und hier zeigt Wikileaks aktuell eine Spenden-Schranke. Klickt man auf den weiterführenden Link, so öffnet sich ein Pop-Up-Fenster, welches den Nutzer zur Spende aufruft. Um daran vorbei zu kommen gibt es nur drei Möglichkeiten. Zunächst kann man natürlich spenden. Alternativ kann man den Spendenaufruf auch über die sozialen Netzwerke teilen. Wer beides nicht will, der muss 15 Minuten warten, denn erst dann geht es weiter zum eigentlich Inhalt.

Die neuen Methoden von Wikileaks die eigene Finanzierung zu sichern, sorgen bei den Anhängern des freien Internets kaum für Begeisterung. Besonders deutlich zeigt dies ein Twitter-Beitrag eines Anonymous-Aktivisten, welcher die Methoden mit "Das wird euch alle Verbündeten kosten, die ihr hattet – bitte sterbt im Feuer" kommentierte.
[dk]







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