Am heutigen Tag schauten einige Anwender, aber auch Verlage verdutzt auf die Preisentwicklung in Apples App-Store. Zum Teil wurden die Preise um über 10 Prozent angehoben. Apple nahm die Preiserhöhung ohne vorherige Ankündigung vor. Selbst in der nachträglich verschickten E-Mail an die Entwickler der Apps gab es es keine Begründung für die Preiserhöhungen.
Solche Schritte sind dem Hersteller allerdings vertraglich gestattet. Weder Entwickler, noch Verleger sind in der Lage die Preise ihrer Applikationen selbst zu wählen. Vielmehr müssen die Produkte in Preisstufen eingruppiert werden. Hinsichtlich der neuerlichen Preiserhöhung zeigten sich gerade die Verleger wenig erfreut. Kritik erfolgte vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) – man würde vor vollendete Tatsachen gestellt und das sei nicht hinnehmbar.
Die aktuelle Ausgabe des Spiegels wurde beispielsweise von 3,99 Euro auf 4,49 Euro angehoben, was vermutlich die Befürchtung aufkommen lässt, dass sich Kunden durch die Preiserhöhung abwenden könnten. Der BDZV erklärte, dass Verlage möglicherweise gezwungen seien, sich nach anderen oder weiteren Geschäftspartnern umzusehen und wies in diesem Zusammenhang auf Amazon oder Android hin. Im Android-Store gab es beispielsweise keine Preiserhöhung gegeben, was der Vermutung widerspricht, dass die Anpassungen eventuell mit dem Dollar-Wechselkurs zusammenhängen könnten.
Auch nach der Preiserhöhung bleibt es bei der gewohnten Verteilung der Einnahmen: Apple erhält 30 Prozent des Umsatzes, 70 Prozent wandern an den Entwickler bzw. die Herausgeber.
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