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AMD Notebook-Plattformen: Keine Netbooks in Planung?

Mobile | 17.11.2008, 11:50
Die Planungen von AMD im Notebook-Geschäft konzentrieren sich wesentlich auf die Produktklassen oberhalb der Netbooks. So setzt das Unternehmen 2009 neben der Plattform Tigris für traditionelle Notebooks als Nachfolgler von Puma auf spezielle Lösungen für Ultra-Portable Notebooks. Das Marktsegment der Mini-Notebooks bleibt der aktuell vorgestellten Roadmap zufolge nahezu unberührt.

Zu diesem Schritt erklärte AMD-Manager Bahr Mahony: "Die Kunden
machen mit den Mini-Notebooks keine guten Erfahrungen." Entsprechend hofft man wohl, dass die Anwender dem Markt der Billig-Geräte den Rücken kehren und lieber auf etwas teurere Lösungen mit moderner Hardware setzen.

Ohne Puma vom Kongo bis zum Nil


Dafür präsentiert AMD gleich zwei Plattformen mit den Codenamen Congo und Yukon. Erstere setzt auf den Dual-Core-Prozessor Conesus und den RS780M-Chipsatz mit SB710, während letztere auf die Single-Core-Variante Huron zurückgreift. Den Unterbau hierfür stellt schließlich der RS690E mit SB600-Southbridge. Technisch unterscheiden sich die Lösungen im Wesentlichen in der Unterstützung von HighDefinition-Inhalten des Congo. Bei beiden Plattformen verspricht AMD eine "superior" Akkulaufzeit, auch wenn sich diese Definition erst noch in Zahlen konkretisieren muss.

Im traditionellen Notebook-Markt rückt mit Tigris eine Plattform mit Dual-Core-CPU Caspian auf den Platz von AMD Puma, die mit RS880M+SB710 die neuesten Chipsätze von AMD enthält und auch vollständig "HD-Ready" in den Markt tritt. Im Jahr 2010 rückt schließlich mit Nile die erste Quad-Core-Lösung mit Champlain-Prozessor ins Rampenlicht des Mobile-Computing von AMD.

Günstige Ultra-Portables als cleverer Schachzug


Spannend ist die Frage, ob die Entscheidung von AMD richtig ist, sich aus dem Netbook-Geschäft vollständig herauszuhalten. Einerseits sind die Preise dort extrem gering, was Herstellern nur dann Chancen zum Bestehen lässt, wenn sie möglichst große Stückzahlen zu geringen Kosten produzieren. Hier dürfte AMD vor allem gegen die Übermacht Intels klar das Nachsehen haben. Andererseits kann man mit dem Versuch, sich in höherpreisigen Segmenten festzusetzen, bessere Margen erzielen und dadurch die Profitabilität steigern.

Clever ist der Schritt von AMD in jedem Fall. Bisher beherrschte Intel den Markt der kleinen und teuren Portables. Man kann hier vermuten, dass AMD sich in diesem Markt mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis positioniert und dadurch der Konkurrenz langsam das Wasser abgräbt. Man könnte dadurch Marktanteile gewinnen und wahrscheinlich immer noch besser verdienen als im hart umkämpften Netbook-Markt.
[rl]







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3 Kommentare

Re: [News] AMD Notebook-Plattformen: Keine Netbooks in Planung?

Warmmilchtrinker
(vom 17.11.2008 um 18:34)

Ich persönlich kann mit den Netbooks auch nicht vie lanfangen, schon weil der Bildschirm einfach total winzig ist. Ein reguläres, kleines Notebook ist auch leicht und lässt sich einfach mitnehmen, hat aber bessere Hardware, ein größeres Display, optische Laufwerke (die Netbooks haben AFAIK keine, richtig?), etc., ohne dass sie wesentlich teurer sind. Ich denke auch, dass viele eher auf Notebooks von 10-12 Zoll umsteigen werden, die sind einfach besser nutzbar.

Re: [News] AMD Notebook-Plattformen: Keine Netbooks in Planung?

backfisch
(vom 17.11.2008 um 22:14)

Kommt bei mir etwa auf's gleiche raus. Mein momentanes 15,4" ist mir etwas zu groß. Akkulaufzeit ist mir mit 3 1/2 Stunden auch etwas wenig, wobei da die meisten Consumer Notebooks ja noch weniger liefern. Netbooks sind mir allerdings wiederum zu klein und auch von der Leistung bin ich nicht wirklich überzeugt. Da passt mir das Konzept von AMD eigentlich ganz gut.
Bei mir an der Uni sieht man zwar immer mehr Leute mit Netbooks, wenn man mit ihnen aber mal darüber spricht stellt sich oft heraus, dass viele nicht sehr zufrieden mit den Geräten sind. Auch da sind die Kritikpunkte meist die Größe und Geschwindigkeit. Mal sehen wie sich das noch entwickelt.

Re: [News] AMD Notebook-Plattformen: Keine Netbooks in Planung?

Daniel
(vom 17.11.2008 um 22:33)

Der Kritikpunkt mit dem optischen Laufwerk, kann ich sehr gut nachvollziehen. Und ja WMT, du hast Recht, es gibt zur Zeit keines und ich denke es liegt einfach am mangelnden Platz. Darüber hinaus habe ich auch so meine Probleme mit den Netbooks, denn als reines Schreibgerät taugt es einfach nichts. Wenn ich an die Texte denke, die ich teilweise bearbeite, dann stört mich ja schon mein 15,4" wegen der Größe. Dennoch würde ich beim nächsten Notebook wahrscheinlich auf Widescreen verzichten, vielleicht sogar nur ein 14" nehmen, denn das große ist manchmal schon etwas sperrig wenn ich dazu noch zwei, drei Aktenordner mitnehmen muss.