Mit dem Start des mobilen Betriebssystems iOS6 hatte Apple auch den eigenen Kartendienst eingeführt, welcher allerdings so fehlerhaft war, dass er bei vielen Anwendern zu
heftiger Kritik führte und Firmen-Chef Tim Cook zu einer öffentlichen Entschuldigung
zwang. Nun folgen weiterer Konsequenzen, wie die Entlassung einiger Manager und die Umstrukturierung der Chef-Etage.
So wird im kommenden Jahr der verantwortliche Manager für die Software-Basis iOS, Scott Forstall, gehen. Forstall galt als der aufgehende Stern im Konzern von Apple und einige sagten im sogar eine Zukunft als Chef des Unternehmens voraus. Doch das Desaster um den hauseigen Kartendienst fällt es in das Ressort von Forstall, weshalb dieser das Unternehmen verlassen muss. Zudem wird auch der Chef der Apple Stores, John Browett gehen, wobei die genauen Gründe hier nicht genannt werden.
Die Verantwortung für die Betriebssystem iOS und OS X werden in Zukunft zusammen gelegt und unter die Führung von Craig Federighi gestellt, welcher bislang lediglich für
OS X* verantwortlich war. Damit will Apple die beiden Betriebssystem stärker miteinander verknüpfen, denn schon in der jüngeren Vergangenheit schaute man bei der Entwicklung von OS X auf iOS, auch weil Letzteres deutlich häufiger zum Einsatz kommt.
Der bisherige Cheft der Hardware-Abteilung, Bob Mansfield, bekommt nun die neu gegründete Technologie-Sparte unterstellt. Dadurch wird der Manager verantwortlich für den Bereich der Mobilfunk-Technik und der Chip-Entwicklung. Eddy Cue, Chef von
iTunes*, bekommt einen Teil der Aufgaben von Forstall und muss in Zukunft die Verantwortung für Kartendienste und dem Sprach-Assistenten Siri übernehmen. Für den weiteren Apple Store fehlt bislang ein entsprechender Manager.
Mehr Verantwortung wird auch der aktuelle Design-Chef von Apple, Jony Ive, bekommen und damit noch wichtiger im Konzern. So kümmert sich Ive künftig bei
Apple* um das
Human Interface, also die Bedienung der Geräte, sowie das Zusammenspiel zwischen Gerät und Mensch.
Die Umbaumaßnahmen werden ab sofort eingeleitet und sollen dann im Verlauf des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die neue Strukturierung dient nicht nur dazu, Fehler wie beim Karten-Dienst zu vermeiden, sondern soll voraussichtlich auch einen engeren Zusammenschluss von mobilen und stationären Geräten bringen. Damit folgt man hier dem Redmonder Software-Giganten, welcher mit
Windows* 8 diesen Weg ebenfalls beschritten hat.
[dk]