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Alternative zu Googles Suchmaschine: DuckDuckGo

Internet | 15.11.2012, 20:09
Sprüche wie "Frag mal Dr. Google" haben sich vor Jahren derart durchgesetzt, dass Googles Suchmaschine zwischenzeitlich unangefochtene Nummer 1 im Markt ist. Datenschützer runzeln jedoch nicht selten die Stirn über den Datenkraken Google. Die neue Suchmaschine DuckDuckGo verspricht die Daten der Anwender unangetastet zu lassen, dafür aber gleichfalls gute Treffer zu landen.

Alternative Suchmaschinen zu Google sind zwischenzeitlich selten geworden. In Deutschland werden fast alle Suchanfragen ausschließlich noch über Google gestartet. Andere Anbieter wie Bing oder Yahoo können für sich gerade einmal noch Anteile von einem Prozent der Suchanfragen verbuchen. Das ehemals frische, freche Auftreten Googles, in Verbindung mit hervorragenden Suchresultaten brachte den Anbieter sehr schnell an die Spitze der Suchmaschinen. Inzwischen gibt es zig Google-Dienste und alle sind untereinander vernetzt. Die diversen Informationen verwendet Google beispielsweise zu Werbezwecken um über das eigene Ad-Netzwerk dem Suchenden gleich die passende Werbung präsentieren zu können. Aus dem ehemaligen Suchmaschinen-Anbieter wurde zwischenzeitlich ein Internet-Riese, welcher aus sich von Datenschützern nicht selten als Datenkrake bezeichnet wird.

Auch Gabriel Weinberg stellt das Verhalten des Konzerns an den Pranger und versucht unter der Webseite donttrack.us simple zu erklären, was geschieht, wenn ein Anwender nach einer Google-Anfrage auf die Treffer klickt. Bereits vor vier Jahren hat er den Grundstein für die Suchmaschine DuckDuckGo gelegt, deren Name eine Anlehnung an ein Kinderspiel darstellt und wohl verdeutlichen möchte, dass es doch alles so einfach sein könnte.

DuckDuckGo verspricht schlicht und einfach nur eine Suchanfrage zu beantworten und sich dabei nicht für die Daten der Anwender zu interessieren. Als Basis greift man auf diverse offene Systeme und deren Datenbanken zurück und das Resultat lässt sich durchaus sehen. Mit speziellen Begriffen bietet man zudem die Option Webseiten direkt zu durchsuchen – !Bang nennt man das.

Im Ergebnis bleibt Weinberg aber realistisch. Man rechnet nicht damit, dass man Google den Rang ablaufen könnte und will es auch nicht. Seine Suchmaschine soll eine simple und praktische Alternative bieten und vielleicht über lange Sicht ebenfalls einen Marktanteil von einem Prozent erreichen. Damit wäre er dann auch in der Lage über klar gekennzeichnete Werbeschaltungen Geld zu verdienen. Das Bestreben: Geld mit einem fairen Produkt zu verdienen.
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