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Verkauf des Nintendo-Hoffnungsträgers Wii U in den USA gestartet

Spiele | 19.11.2012, 02:11
Am heutigen Sonntag hat Nintendo in den USA den Verkauf seiner neuen Wii U gestartet. Ende November soll Nintendos Hoffnungsträger auch in Deutschland starten. Schon im Vorfeld hat die Nachfrage den japanischen Konzern offensichtlich überrascht und bereits jetzt kommt es zu Lieferengpässen. Ob hinreichend Wii-U-Geräte fürs Weihnachtsgeschäft zur Verfügung stehen ist fraglich.

Schon zum offiziellen Verkaufsstart ist die Wii U, bedingt durch den Vorverkauf, überwiegend ausverkauft. Branchenbeobachter fürchten, dass sich eine Knappheit über die kommenden Monate bis ins erste Halbjahr 2013 erstrecken könnte. Ob Nintendo die Nachfrage unterschätzt hat ist derzeit unklar und wie schnell man die Produktion hochfahren kann, um der Knappheit entgegenzuwirken bleibt ebenfalls offen.

Fest steht allerdings, dass die Wii U für Nintendo ein Hoffnungsträger darstellt, welcher sich mit der Konkurrenz von Microsoft und Sony balgen muss. Nintendo musste letztlich stark rückläufige Verkaufszahlen bei dem ehemaligen Verkaufsschlager Wii feststellen und auch der Nintendo 3DS* erfüllte die Erwartungen nicht im Ansatz. Der japanische Konzern rutschte darauf hin in die roten Zahlen. Um auch der gestiegenen Konkurrenz durch mobile Geräte wie Smartphones und Tablets entgegenwirken zu können, setzt man nun die Hoffnungen auf die Wii U.

Das Spielekonzept der Wii U macht einen weiteren Schritt in Nintendos Geschichte. Der Wii-U-Controller kommt mit einem Touchscreen daher welcher einerseits zwar separate Spieleinformationen bieten kann, andererseits es aber auch erlaubt, ein Spiel komplett über den Screen fortzusetzen. Neu ist ebenfalls, dass nun Full-HD-Auflösung geboten wird. Die Wii bot bislang nur SD-Auflösung und hinkte damit in der Bildqualität der Playstation 3* oder Xbox 360* hinterher.

Damit könnte man sich anfänglich wieder vor die Mitbewerber setzen, die Frage ist allerdings wie lange, denn im kommenden Jahr werden auch von Microsoft und Sony die sogenannten Next-Generation-Konsolen erwartet. Auf Grund der Lieferschwierigkeiten gehen Marktbeobachter davon aus, dass Nintendo 10 Millionen Geräte im Jahr absetzen könnte – ein geringeres Maß als bei der Wii, welche 2006 startete und seit dem 97 Millionen Mal verkauft wurde. Die Analysten bleiben skeptisch, was die Zukunft von Spielekonsolen, insbesondere aber auch jener von Nintendo betrifft. Als mögliche erfolgreiche Zukunft sähe man den Rückzug aus der Geräteentwicklung und -herstellung hin zum reinen Spieleentwickler. Dort habe Nintendo mit seinen beliebten Figuren à la Super Mario oder Zelda einen soliden Grundstock, welchen man erfolgreich vermarkten könnte.

Der Deutschlandstart der Wii U ist für Ende November geplant.
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