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Google wegen Datenschutzverletzung verurteilt - Strafe bleibt hinter den Forderungen zurück

Wirtschaft | 18.11.2012, 21:07
Vor einem US-Gericht in San Francisco wurde Google zur Strafzahlung von 22,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Voran gegangen war ein Verstoß gegen den Datenschutz von Anwendern über den Safari-Browser. Verbraucherschutzorganisationen zeigten sich von der Höhe des Strafmaß enttäuscht, denn der Internet-Riese erwirtschaftet bereits alle vier Stunden einen Umsatz in Höhe der Strafzahlung.

Das Gericht sah es als nachgewiesen an, dass Google auf Computer-Systemen mit Safari-Browser (Apple*) einen Cookie setzte, um Werbeauslieferungen bieten zu können. Das an sich stellt nichts verwerfliches dar, doch nutzte das Unternehmen dabei eine Sicherheitslücke in Safari aus, welche selbst dann über den Cookie funktionierte, auch wenn im System Cookies bewusst deaktiviert waren.

Bereits im Februar 2012 wurden Stimmen dazu laut, weshalb Google danach das Vorgehen einstellte, doch kam da bereits die US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) aufs Tapet und stellte Ermittlungen an. Die Zahlung soll darum so milde ausgefallen sein, da sie Teil eines geschlossenen Vergleichs zwischen Google und der FTC darstellt.
[pg]







Stichworte zur Meldung: Google Datenschutzverletzung Gerichtsurteil Strafe Prozess 22 Millionen Us-dollar