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Paul Otellini tritt zurück - Es ist an der Zeit weiterzuziehen

Wirtschaft | 19.11.2012, 19:30
Unerwarteter Wechsel in Intels Chefetage kündigt sich heute an. Völlig überraschend verkündet Intels Chef Paul Otellini seinen Rücktritt. Der höchst erfolgreiche Manager streicht im Mai 2013 die Segel und "zieht weiter". Wer das Erbe antritt, ist aktuell noch nicht geklärt.

Gehasst und geliebt – eine typische Umschreibung eines erfolgreichen Managers und das darf Paul Otellini von sich sicherlich behaupten. Unter seiner Führung in den vergangenen acht Jahren sorgte er immer wieder für Rekordumsätze und ließ damit wenig Raum für harte Kritik. Nach annähernd 40 Jahren Unternehmens-Zugehörigkeit streicht er nun die Segel. Es sei an der Zeit weiterzuziehen und das Ruder abzugeben – so seine Worte.

Wer die Nachfolge antritt bleibt aktuell noch unklar und es könnten laut Intel interne, wie externe Möglichkeiten in Betracht kommen. Die Nachfolge wird aber definitiv nicht einfach werden. Während der Wirtschaftskrise gelang es Intel unter seiner Führung diese schadlos zu umschiffen und über die Jahre die Umsätze zu steigern. Gleichzeitig gibt es leise Stimmen, welche den Vorwurf äußern, dass er den Tablet- und Smartphone-Effekt nicht rechtzeitig erkannt habe. Gerade das Segment um Tablet-PCs und Smartphones* führten zu sinkenden PC-Absätzen und damit zum Nachteil Intels.

Ob diese Vorwürfe möglicherweise den Intel-CEO zum Rückzug bewegt haben, oder ob er mit seinen 62 Jahren schlicht des Geschäfts überdrüssig ist, bleibt dahingestellt. Das amerikanische Unternehmen mit Schwerpunkt auf Prozessoren, dürfte aber sicherlich nicht müde werden und sicher auch künftig von sich Reden machen.
[pg]







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