Der Speicherhersteller Qimonda hofft offenbar auf eine staatliche Bürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro, um damit kleinere Speicherchips zu entwickeln und wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Sowohl Bund als auch das Land Sachsen stehen dieser Investition derzeit allerdings skeptisch gegenüber, die
Berichten zufolge von der Muttergesellschaft Infinion erbeten wurde. Im Gespräch sei auch ein möglicher Einstieg von Sachsen als Aktion gewesen, wurde aber bisher explizit als nicht zielführend abgelehnt.
Infineon wollte die chronisch defizitäre Qimonda ursprünglich aus dem Unternehmen ausgliedern und an der Börse verkaufen. Bisher hält der Konzern allerdings noch immer über 75 Prozent der Anteile, während der Preis der Aktien in den Keller gestürzt ist. In Anbetracht der herben Verluste der letzten Quartale ist diese Entwicklung jedoch kaum verwunderlich.
Erschwerend kommt für die extrem zyklische Halbleiterbranche derzeit sowohl die Wirtschaftskrise als auch der Schweinezyklus hinzu. In den letzten Jahren haben nahezu alle Hersteller in neue Fabriken investiert und kämpfen nun mit dem Überangebot an DRAM-Chips.
[rl]